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blodern



1.zu gross/weit sein 2. flattern 3. blubbern, köcheln


Wortart: Verb
Kategorie: Essen und Trinken Kleidung Natur
Erstellt von: Amalia
Erstellt am: 15.09.2007
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 2 0

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Kommentare (18)


ich glaub ich hab abgenommen...
der Brezi übersieht mich:-) und die Hos'n blodert a scho,

und PLODERN heisst dasselbe, ist nur regional andere Aussprache, ich vermute, dass das von der orientalischen PLUDERHOSE hergeleitet ist.

Ich hörte oft den Ausspruch, wenn jemand ein zu grosse, weite Hose anhatte, (was in alter Zeit oft vorkam, weil man nehmen musste, was man geschenkt oder übertragen bekam): Na was hast denn du heut für eine Bloderhos'n an.
Amalia 15.09.2007


Der Brezi übersieht dich nicht,
schon weil du (du Schlimme!) 'blodern' eigentlich mit 'zu groß, zu weit SEIN (Kleidung)' übersetzten solltest. Sonst sagt aufgrund deines Eintrages gar einmal wer: "Vo Litschau auf Heidnreichstoa (pardon: Hoaningstoa) is ma zfuaß blodern". Wäre wohl nicht im Sinne der Erfinderin, göö? *** wuaahhhhahhhaaa***
Brezi 15.09.2007


jo gö.. wennst scho gschead mit mir bretschgan wüst, owa daunn uandlich, gö
des hoasst Hoanigstoa, seit de Kuenringer durt ghaust ham :-))
Hoanigstoa
Amalia 15.09.2007


Vorschlag:
blodern (Verb) - flattern, köcheln, brodeln
Låss des Gulasch ned zlang kochen, nua blodern!
JoDo 15.09.2007


sorry jodo, hast du gelesen was ich dazu schrieb?? lass dich nicht irreleiten...
....es hat mit brodeln kochen absolut NIX zu tun, es geht um ZU GROSSE KLEIDUNG, die den Trägern derjenigen um die Beine oder den Körper schlackert, weil eben zu gross.
Amalia 15.09.2007


sorry jodo, hast du gelesen was ich dazu schrieb??
Ei freilich! Deshalb habe ich ja einen Alternativvorschlag angeboten:
• blodern ist ein Verb
• und hat ZUSÄTZLICH zu dem von Dir beschriebenen Phänomen noch andere Bedeutungen!
JoDo 15.09.2007


na dann trag es doch bitte ein :))
ist doch gerechtfertigt, wenn es total andere Bedeutung hat, Vermischungen bringen ja keinem was, das stiftet nur Verwirrung
Amalia 15.09.2007


Hoanigstoa (@Amalia)
Echt klass! Sixt, genau fia des san Foren wie des do do! Wieda wos dazuaglernt. Iwarigns bin i stoak daffia, das ma soiche ausgfraunste Dialektforman vo Eignnauman ins Weatabiachl eineduat. Genau wiar a Pedaschduaf = Perchtoldsdorf (es gibt Unbelehrbare, die nach wie vor die nicht existente Zwischenform 'Petersdorf' verwenden, die ein perfekter Holler ist. Auf jeden Fall nochmals danke für die Aufklärung. Gerade bei Ortsnamen herrscht schon in 50 km Entfernung beängstigendes Unwissen. Wie viele Wiener wissen zum Beispiel, dass es "Háinburg, Hállein, `Híeflau heißt", hingegen der Ort Neutal im Mittelburgenland auf 'tal' betont wird [nei'do:i]? Genauso: wusstest du dass die Haager net "Hååg" zu eanana Ståd sågn, sundan "Haag"? Do outest di schnöö ois Fremda, kaun i da flüstan.
Brezi 15.09.2007


total andere Bedeutung?
Wieso? Das ist doch ein und dasselbe, nur halt einmal auf Kleidung angewandt, ein andermal auf Speisen, Flüssigkeiten, und was weiß ich was sonst noch alles blodern kann!
JoDo 15.09.2007


Eine andere Bedeutung
wäre z.B.: Blodern - Blase (Substantiv) in der Bedeutung: Gruppe, Partie
Blodern die singular
"In unsara Blodan", hat aber auch was mit dem Verb zu tun. (blodan - Blasen bilden)
JoDo 15.09.2007


@Amalia:
Noch einmal: blodern ist ein Zeitwort!
zu gross/weit
heißt höchstens BLODRAT
Ich will endlich eine gute Bewertung abgeben!!!
JoDo 15.09.2007


ok, ich versuch es, fügt halt Beispiele hinzu, damit es klar wird
für Punkt eins steht schon oben was da

2.die Segel blodern im Wind

3.Das essen steht auf dem Herd und blodert vor sich hin ( köcheln , blubbern)
Amalia 15.09.2007


Um Himmels Willen, was tut ihr da?!?!?!
Da fliegt man für Sekunden aus dem Server und schon ereignen sich Katastrophen!

Es stimmt zwar, dass sich beide Verben 'blodern' vom selben Stamm ableiten. Ein zweifacher Eintrag ist aber doch mehr als gerechtfertigt!!! Einmal heißt 'blodern' Blasen werfen, weil Auflage und Oberfläche nicht zusammen passen. Das andere Mal steht es für 'blubbern, brodeln', weil Dampfblasen aufsteigen. Einmal also statischer Zustand, das andere mal eine sogar sehr heftige Bewegung. Und wozu habe ich unter "Blattern" darauf hingewiesen, dass die Engländer nicht zum Spaß zum einen "blister" und zum anderen "bubble" sagen. Also ehrlich: da gibt es andere Wörter bei uns, die viel mehr zu Unrecht zwei separate Male eingetragen sind. Bitte, bitte rückgängig machen, wenn aus sost keinem Grund, dann bitte zweng der Übersichtlichkeit. Und was ist jetzt mit meinem Hinweis: zu groß/weit SEIN? Ich werde gleich wieder schwer krank, wenn ihr nicht beide wieder brav seid, ich Armer *selbstnichtganzernstmein*. Oisa pfiat eich, es zwaa/zwoa und bessats eich. *so wos a! grummelgrummel*
Brezi 15.09.2007


Nau jetz haumma in Scherm auf, jodo, i hobs jo gwisst! hihi, was man mit so einem kleinen Wörtchen anrichten kann
aber jetzt kommt der Fachmann, und hilft uns aus der Patsche, danke Brezerl, was noch fehlte hast du nun erklärt, sollt ma was ändern bitte ein andermal,
weil ich muss nun mal dringend weg, i varoi mi amoi:
Amalia 15.09.2007


Zusammen oder auseinander
ist mir in diesem Fall weniger wichtig. Das ist vielleicht ein prinzipielles Problem, das wir im Forum besprechen könnten - wenn´s funktioniert - Hauptsache, hier und jetzt ist das Wort soweit korrekt eingetragen, dass man es getrost bewerten kann.
JoDo 15.09.2007


Noch eins drauf:
Ist Euch schon aufgefallen, dass man das Verb "blodern" mit einem offenem o ausspricht, das Substantiv "Blodern" jedoch mit å?
JoDo 15.09.2007


Um 1970 postulierte ein Werbeslogan:
SCHLOTTERHEMDEN SIND PASSEE
Die meinten einfach Hemden, die blodern ...
JoDo 15.09.2007


Was bleibt da noch
zu sagen? (Besonders JoDos Hinweis auf die leicht unterschiedlich ausgesprochenen "o"s...) Ausser:
Aºba z'Sittendorf, z'Sittendorf mag is net bleibn / do tuats ja lei goa nix ois regnan und schneibn / do geri scho liaba nach Godn (Gaadn) hinein / da is des ganze Joa trockan und schee. // Mei Dianderl is vom Bacherl / und i bin von der Mühl / und wanns mi siecht so lachts, so lachts / sie waß scho was i wü //
Und wann i a z'rissn und kloaz'lumpert bin / ja wann i nua, wann i nua tanzn guat kaº / do lass ma die Fetzn fest blodan in Wind / was geht des die Zuschauer aº.
klaser 17.09.2007





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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