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a Brezn reißn


[ a br'ezn reißn ]

stürzen


Wortart: Wendung
Erstellt von: Amalia
Erstellt am: 10.09.2006
Bekanntheit: 90%  
Bewertungen: 32 0

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

Kommentare (14)


Bezieht sich meist aufs laufen (stolpern, hinfallen) oder einspurige Fahrzeuge. Auch "an Stern reissn".
Amalia 10.09.2006


Ab
ins Wörterbuch damit
System1 16.11.2006


Gute Redewendung,
aber leider wurde da eine orthographische Brezn gerissen. Sonst wäre es eine sehr gute Redewendung.
klaser 16.11.2006


das wäre nicht, das ist eine gute Redewendung
Orthographie hin oder her, wennst a richtige Bretzn, Brezn, Bredzn oder wie auch immer reisst, denkst an keine Orthographie mehr: Apropos, was gfallt dir denn net?? sag an, ich lausche ;-))
Amalia 10.07.2007


Das tz
(und ich nehme an, das war es, was klaser störte), stört auch mich. Als Inhaber eines zum Thema sehr passenden Nicknames fühle ich mich fast verpflichtet, meiner sonst eher toleranten Einstellung zur Schreibung von Dialektausdrücken etwas Einhalt zu gebieten. Das tz verkürzt den vorangehenden Vokal, was mir bei "Brezn" eher unpasseend erscheint. "Bretzn" sagen eher jene, die auch den Kaffe ganz vorne betonen, was vielleicht der Grund ist, warum auch die Angelsachsen etwas unnachvollziehbar "Pretzel" schreiben. Du hast aber recht: es IST eine gute Redewendung und sie gehört auch ins Wörterbuch. Klasers Konjunktiv ist da auch meiner Meinung nach ein bisserl zu streng. Meine Beurteilung dieses Wortes habe ich ja schon abgegeben (am 21. 5., wie ich sehe). Wenn du dich nun doch zu einer Änderung der Schreibweise entschließen kannst, werde auch ich diese Wendung für die Aufnahme ins Buch vorschlagen.
Brezi 10.07.2007


soooooooooooo brezal
weil ich ein folgsames Mäderl bin und eh alles tu was Männer sagen *gg* hab ich das *t* rausnommen, owa ans sogi da scho, a Brezn tuat lang net so weh wie a richtige Bretzn, weil dem Brezal fehlt die Härte des *t*, hihi
Amalia 12.07.2007



Amalia 12.07.2007


Im Anschluss an breznsoiza
möcht ich sagen, dass ich schon lange aufgehört habe, meine sag'ma Bodenkontakte zu zählen. Die eindrücklichsten könnte ich anhand der Narben rekonstruieren. Glaubts mir, a Brezn muss weich sein, weil in dem Ausdruck was stark Euphemistisches drin ist. Damit wird verschleiert, dass es sich eigentlich um Unfälle handelt, von glimpflich bis katastrophal.
klaser 12.07.2007


(d) Daumen hoch...
Gefällt mir gut und top bewertet ...-sh-
shadow 22.08.2007


Schreibweise gefällt mir viel besser als
a Bretzn reißen. Gut, alt, österreichisch!
Wachauerlaberl 24.03.2010


Brezn - aber nur fürs Stürzen aus einer sehr schnellen Fortbewegung, wenn man läuft oder Rad/ Schi/ Schlittschuh etc. fährt.
Bretzn: so würde man in Kärnten schreiben, wo der Vokal vor Doppelkonsonanten lang ist - nur verwendet man Brezn reißn dort nicht.
berberitze 15.03.2015


Ich kenne diese Redewendung vor allem im Zusammenhang mit dem schisport.
dingle 15.03.2015


Erinnert sich noch jemand an die FRITZE LACKE-Werbung? Der Bursch auf dem Plakat und den Dosen hat a richtige Brezn grissn - oder an Bauchfleck hinglegt.
ant18ikes 15.03.2015


Ob das wirklich da herein gehört? Das ist so eindeutig nur Dialekt, der zwar in Ö verstanden und z.T. gesprochen wird, aber eher einem Argot zuzurechnen ist. Übliche Umgangssprache ist das nicht.
Sigurd 15.03.2015





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Volkswörterbuch Ö Die Technikwerker Alooha