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Ehnel

der,

Großvater


Wortart: Substantiv
Erstellt von: xox
Erstellt am: 24.10.2017
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Bewertungen: 2 0

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Kommentare (1)


Eine originelle Schreibung für das übliche mundartliche "Ähnl", die an die Schreibung "Eltern" für die Älter(e)n erinnert. Der in "Ähnl" und "Ahnl" sowie in den Ausspracheformen Ähndl und Ahndl für Großvater und Großmutter noch erkennbare Sinnzusammenhang mit den Vorfahren ist bei der "Ehnel"-Schreibung aber offenbar verloren gegangen. Aufallend dabei ist die Rechtschreib-Bemühung mit einem Dehnungs-h, auch wenn sie - wahrscheinlich beeinflusst vom "Ähnl" - etwa in Anzengrubers "Ehnl" im "Doppelselbstmord" bereits vorkommt:
No hast g'hört, Voda. Denk', es gang dich do a mit an. Wirst ja Ehnl."
source: Ludwig Anzengruber , „Doppelselbstmord“ (1876)
Besonders rührend ist beim Eintrag allerdings die formalisierende Endung auf -el , die sicher nicht die Wiedergabe irgendeiner Aussprache darstellt, sondern das Wort sozusagen in den Rang eines österr. Standardwortes erhebt. Man stelle sich die Schreibung "Schweinel" oder "Weinel" für ugs. Schweindl oder Weindl vor!
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Koschutnig 25.10.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden aus nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.