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stad


[ schtaad ]

still, leise


Wortart: Adjektiv
Besser: 36
Erstellt von: tvinz
Erstellt am: 12.01.2006
Bekanntheit: 58%  
Bewertungen: 8 0

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Kommentare (2)


Revolution! Weg mit dem Staat!
Die Schreibung "stad" reicht völlig!* Arthur Schnitzler schreibt's so: Aber ich hab' ja nichts sagen können, nichts tun können; es war ja noch das einzige, was mir übrig geblieben ist: stad sein, stad sein! ...("Leutnant Gustl", 1900)und die andern auch: * Im Namen des Gesetzes:"Sei stad!" ist der Titel der "Lebenserinnerungen eines Landgendarmen" (2006) von Franz Ginner* Baua sei stad, sei stad, Katz is im Haus. 's Muzerl is pumperlgsund, schau nur grad 'naus! Hinter der Kammertür, Kammertür, lurt's auf a Maus.(Eva Gesine Baur: "Mozarts Salzburg: Auf den Spuren des Genies" , 2005, S.75)* Wir durften nicht reden, geschweige denn gar einmal lachen. Sofort rief der Moar vom großen Tisch herüber: „Seids stad!" Und wenn das nicht half ... (Maria Schuster: "Auf der Schattseite", 1997 S. 111)

*... du sei still; sei still; sei stad; fahr ab..(Oksana Havryliv: "Verbale Aggression. Formen Und Funktionen Am Beispiel Des Wienerischen", 2009 , S. 216) u.v.a., auch bayrische Dichter und Schriftsteller wie
* Oskar Maria Graf: Sein Weib ist, mit Respekt gesagt, eine Beißzang'. Aber mag sie auch noch so höllisch schimpfen, wenn der Feschl in einem solchen Zustand heimkommt, es macht ihm nichts aus. »Nana-na! .. Na, sei stad, Oite! .. Ganz g'wiß tua i's nimmer!« ("Bayrisches Lesebücherl. Weissblaue Kulturbilder",1924, S. 111
)
* oder Ludwig Ganghofer: Und wenn das Kind in seinen Armen zu wimmern begann, neigte er das Gesicht zu ihm und flüsterte: »Sei stad, liebs Modei, sei stad! Ich find ihn schon, mein' Vater! Und dei' Mutter! Sei stad, sei stad!« Er fand sie nicht. ("Der Jäger von Fall",1883, S. 11)
Koschutnig 09.09.2012


Re: Revolution
... hat stattgefunden ...
Nab´ nur noch "schtaad" in die Aussprache genommen, wer weiß, ob nicht jemand mit norddeutscher Zunge das sonst als s-tad lesen könnte.
JoDo 09.09.2012





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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