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Naderer

der, -s, -

Verleumder


Wortart: Substantiv
Erstellt von: Russi
Erstellt am: 14.08.2005
Bekanntheit: 53%  
Bewertungen: 36 6

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Naderer
+1 

Kommentare (5)


mir nur als VERNADERER
bekannt ..wobei dieser nicht unbeding verleumderisch unterwegs sein muss, sondern auch ganz einfach nur Tatsachen verbreiten kann, die der 'Verratene' (Bloßgestellte) lieber geheim gehalten hätte...
System1 03.07.2008


Der Naderer war ein wiener Spitzel (=Geheimagent) im Auftrag der Polizei:
"Unter der Metternich’schen Polizeiregierung nannte der Volkswitz die zahllosen geheimen Spione, mit welchen alle Classen der Gesellschaft in Wien gespickt waren, „Naderer“, und der Warnungsruf: „Naderer da!“ ertönte sofort, wenn Jemand, der im Verdacht stand, ein solcher Söldling zu sein" https://de.wikisource.org/wiki/Die_gr%C3%BCne_Insel_in_Wien
wortklauber 26.08.2015


Nicht zu verwechseln mit dem "Vernaderer", der ist ein Verräter - meist aus niedrigen Motiven.
JoDo muß ich entgegenhalten, ßaß - zumindestens als Verb - "ver"nadern = verraten eher gebräuchlich ist, ein simples "nadern" = verleumden wäre mir unbekannt.
Daß verraten oft auch nur ein verleumden sein kann, dem trägt der Dialekt Rechnung, indem er beide Idiome als "vernadern" gleichsetzt!
albertusmagnus 26.08.2015


Kenne ich nur als Vernaderer. (Verräter)
karlitos 26.08.2015


Die Bezeichnung "Naderer" ist österreichisches Standarddeutsch und bedeutet auf gmd. "Denunziant" (m), auch "Verräter" (m).

(VWB)
Standard 25.06.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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