4 stars - 60 reviews5


Erlagschein

der, -[e]s, -e

Überweisungsauftrag


Wortart: Substantiv
Erstellt von: Russi-4
Erstellt am: 04.07.2005
Bekanntheit: 84%  
Bewertungen: 52 4

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

Ähnliche Wörter


Kommentare (4)


Beispiel:
Bar mit Erlagschein eingezahlt werden vor allem Spenden, aber auch Steuern und Krankenkassenbeiträge. (Die Presse 13.2.2006)
Russi-4 12.03.2007


während die Wikipedia sagt:
..."In Österreich werden Zahlscheine Erlagscheine und in der Schweiz Einzahlungsschein genannt"...
http://de.wikipedia.org/wiki/Erlagschein
glaube ich mich daran erinnern zu können, dass früher der "Erlagschein" bei der Post/PSK verwendet wurde, der "Zahlschein" oder "Überweisungsauftrag" bei Banken.
JoDo 29.04.2007


Erlagschein zum Xten Mal, nun von mir:
In DE hieß das immer Zahlkarte, mit der man bei der Post bar einzahlen und damit etwas begleichen konnte. Mit dem Wort "Erlagschein" kam man nie an und wurde eher angeschaut, wie...was oder wen will sie erlegen?"
Eine Banküberweisung (von Konto auf Konto) hieß immer schon Überweisung.
Yana 05.01.2008


"Bollettino postale"
heißt in Südtirol (Autonome Provinz Bozen) auf Deutsch offiziell "Posterlagschein", wird aber ansonsten für deutschländische Deutsche mit "Postzahlschein" übersetzt. http://deu.proz.com/kudoz/italian_to_german/other/2308802-bollettino_postale.html Bei der Eingabe von "Posterlagschein" bringen die Suchmaschinen fast ausschließlich .it - Adressen (aus Südtirol); in Österreich reichte das kürzere Wort "Erlagschein", da das Begleichen von Rechnungen üblicherweise ja beim Postamt erfolgte. Der "Posterlagschein" war/ist allerdings auch ein im österr. Rechtswesen existenter Begriff:"Ein Mahnschreiben, das sich nur auf einer Allonge eines
Posterlagscheines befindet, entspricht nicht den Anforderungen, die
das Gesetz voraussetzt, wenn es an die Nichtbeachtung der Mahnung
die im § 39 VersVG, angeführten schwerwiegenden Folgen knüpft.
" (Entscheidung OLGericht Linz vom 15. Juni 1955)
"2. Entrichtung der Abgaben (§ 211 BAO). 2.1.2. Einzahlung mit Erlagschein ...

der Entgegennahme einer Einzahlung mit Posterlagschein im Rahmen des Wirkungsbereiches der Poststelle kommt die gleiche Wirkung zu, wie der Einzahlung mit Erlagschein am Postamt"
(OGH 11.7.1991) "Zahlung mit Posterlagschein bei Poststelle außerhalb der Amtsstunden" ("Österr. Recht der Wirtschaft" 1992)"Die Unterschrift wird unter den vollendeten Text gesetzt, Nachträge werden von ihr nicht mehr gedeckt. Doch entscheidet auch hier die Verkehrsüblichkeit, vgl. z.B. Posterlagscheine.." F. Gschnitzer, "Allgem. Teil des bürgerl. Rechts", 1992, S. 734
Koschutnig 07.04.2010





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich verwendeten sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Betonung entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden aus nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Vokabulars alles rund um die Küche.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Eingang in die Schriftsprache.