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amal


[ amoë ]

einmal


Wortart: Adverb
Kategorie: Arbeitswelt Natur Stadt Zwischenmenschliches Gemütszustände, Befindlichkeiten Orts- und Raumangaben Zeitangaben
Erstellt von: joeditt
Erstellt am: 02.06.2007
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 4 0

Dieser Eintrag sieht prinzipiell nicht schlecht aus aber es ist noch mehr Information nötig. Alles Kommentare und Bewertungen sehr erwünscht.

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Kommentare (1)


Norddeutsche Dialektversion im Vormarsch
Immer häufiger treffe ich auf Menschen, die mal - die norddeutsche Dialektversion - für hochsprachlich halten (obwohl z. B. niemand ein Märchen schriftsprachlich mit Es war mal begänne), und die im gesamten deutschen Sprachraum korrekte Schriftversion einmal lediglich für ein österreichisches Spezifikum. Immer öfter ist mal auch in sonst dialektfreien österreichischen Zeitungsartikeln zu lesen und in ORF-Nachrichtenmeldungen zu hören, es schleicht sich sogar hörbar in den Sprachgebrauch der scheinbar dialektfesten ratenden österreichischen KabaretistInnen usw. in "Was gibt es Neues?" ein, absolut einzige Ausnahme: Niavarani (außerhalb: vielleicht noch Lukas Resetarits).

Das ist Folge jahrzehntelang mangelnder Eigenständigkeit gegenüber sprachlicher MacDonaldisierung. Aufgrund seiner Häufigkeit (Gewöhnungseffekt) sowie seines subtilen Einflusses auf Sprachklang und -rhythmus ist mal dabei ungleich wirksamer als es scheinen mag. Geh amoë ume (Gehe einmal hinüber) ist stimmig - Geh mal ume hingegen funktioniert nicht, weil zwischen mal und ume ein riesiger Sprung von sehr weit nördlich nach südlich des Weißwurstäquators läge.

In seinem Windschatten folgen inzwischen u.a. 'ne (für aa/aane = eine) und 'n (für a/aan = ein[en]) - zu lesen in an Dialektausdrücken reichen Online-Selbstbeschreibungen österreichischer Jugendlicher, und von ihnen alltäglich zu hören. Die nächsten Generationen dürften etwa beim Kaisermühlen-Blues schon Untertitel brauchen. Und während sich deutsche Tatort-Produktionen in (bescheidener) Differenzierung üben - vom Schwaben Bienzle bis zum Sachsen Ehrlicher -, setzt der ORF "SoKo Donau" mit (neuerlich) norddeutscher Titelfigur in klanglich neutralisiertem bis vernördlichtem Umfeld mit Dietrich Siegl und Mona Seefried als einzigen authentisch sprechenden Alibi-WienerInnen fort.
joeditt 02.06.2007





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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