Thema: Ananas-Erdbeere

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Ananas-Erdbeere
07.05.2016 von Standard

Als "Ananas-Erdbeere" oder "Gartenerdbeere" oder "Kultur-Erdbeere" (Fragaria × ananassa, Syn. Fragaria × magna) wird eine hybride Art der Gattung der "Erdbeeren" bezeichnet. Diese Gattung umfasst etwa zwanzig Arten.

"Der Name „Ananas-Erdbeere“ war ursprünglich ein verbreiteter Name für die heutige Gartenerdbeere, in Österreich ist er heute noch üblich. Um 1750 wurden die Arten Fragaria virginiana – sie stammt aus Nordamerika – und Fragaria chiloensis mit südamerikanischer Herkunft in Frankreich zusammen angepflanzt; die Hybride der beiden Ausgangsarten wurde als Fraisier ananas bezeichnet[1]
Unter dem Namen Pineberry („Ananasbeere“) wird ein virusfreier Klon der Sorte 'Weiße Ananas' (eigentlich 'Lennig's White'[2]) der Gartenerdbeere vermarktet. Im Unterschied zu den üblichen Erdbeeren sind die Früchte nicht rot, sondern weißlich mit roten Nüsschen. Das Aroma erinnert an Ananas. (…)" (Wikipedia)

Die Bezeichnung "Ananas-Erdbeere" ist also ein Austriazismus im österreichischen Standarddeutsch. Die Bezeichnung "Ananas" hingegen ist mundartlich. Wo in Österreich sagt man so, bitte?

Die EU-Warenbezeichnung muss "Erdbeeren" lauten.

Ananas-Erdbeere
11.05.2016 von Kuser6105ab

Für meine Wiener Urgroßmutter (Jahrgang 1903) war Ananas der gebräuchliche Ausdruck für Erdbeere(n).

Abwasch
12.05.2016 von Standard

Ja, in der Wiener Mundart, Herr Kuser.

Erdbeeren in der Abwasch?
12.05.2016 von Koschutnig

Gekauftes Obst sollte man ja tatsächlich vor dem Essen waschen – aber Erdbeeren in der Abwasch?

Da gibt's den Eintrag [wort:3019:Nur ned hudeln!] In dieser Form ist das zwar wienerischer Dialekt, inhaltlich aber hierzulande allgemein gültiger Standard, der auch beim Kommentieren beherzigt werden sollte.


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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