Thema: Broadn

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Broadn
21.08.2013 von Jaggi

Broadn
21.08.2013 von Jaggi

Ein paar Ergänzungen zum tirolisch-bayrischen Wort "Broadn":

Das Wort "Broadn" bedeutet auch "Kröte" oder "Unke" (Gattung Bombina). Die vergleichbare bayrische Form lautet "Prōtzn".

Die Gemeinde "Breitenbach" (bei Kundl, Tirol, wo ich aufgewachsen bin) heißt mundartlich "Broadnbach" (die Einwohner sind die "Broadnbecker"), was "Krötenbach, Unkenbach" bedeutet. Zu meiner Kindheit waren da alle halbwegs stillen Gewässer - besonders die Brunnen- und Viehtränktröge - im Sommer voller Unken. (Anm.: zum Unterschied von den Bächen, die alle voller Forellen waren).

Bei Kühbach, in der Nähe von Schrobenhausen (Bayern, wo ich seit 1970 wohne), gibt es am Eingang des "Kröttenthales" eine Flur, die in den Katastern des 19. Jahrhunderts als "Breitenlaichfeld" eingetragen ist und die heute noch ein kleines Feuchtgebiet und daher ein Tummel- und Laichplatz für "Breiten" (Frösche und Kröten) ist.

Dazu auch: "Heppin" oder "Höppin" für Kröte (weiblich). [Ein ehemals bei der breitenbacher Dorfjugend beliebtes Spiel: "Brettlheppin" - eine Unke wurde mit einem als Katapult aufgelegten Brett hochgeschleudert ("aufgebrettelt").]


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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