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at-de : geil - üppig

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Österreichisch :

geil

Deutsch :

üppig

 
Eingereicht von :Grusin ( Region : Urfahr-Umgebung)
Eingereicht am :2007-01-25 12:35:03
Verwendung :ugs
 
Kategorien : noch keine Kategorie
 
Aufrufe :18162 mal
   

Ähnliche Wörter:

gell, Jolly, Hägel

Kommentare:

[ von Grusin am 2007-01-25 12:37:16 ]
"geil" wird/wurde im oberösterreichischen Dialekt auf diese Art verwendet:

neue Mundart üppig, gewachsen (Pflanzen), fett (Speisen, Fleisch) "dös Össn is ma z'geil!"

geil, geili(g): (alte Mundart) weich, zart, a geilige Händt - zarte Hand; "der Kohlrabi is geili(g)" - zart, nicht holzig; "Du bist in Gsicht noh geil" - jung, zart

Übertragen auf den Menschen: sinnlich, lüstern, "a geiler Kundt"

Mittelhochdeutsch: "geil" bedeutete auch "von wilder Kraft; lustig, fröhlich", bevor ein Bedeutungswandel eintrat
[ von HeleneT am 2007-01-25 16:01:38 ]
Torten mit Buttercreme werden oft als geil bzw. geilig bezeichnet.
Leider irrtümlich einen Nuller beim Beurteilen abgegeben. [ von Brezi am 2007-06-29 11:13:54 ]
zum Kommentar vom 26. Jänner d. J.: die spezifisch Österreichische Bedeutung hat mit der gemeindeutschen nur die Abstammung gemein. Der Eintrag steht also hier voll zu Recht.
geil-ueppig [ von madfox180 am 2008-12-05 07:35:37 ]
Zu meiner Schulzeit gab es noch das Oesterreichisch Woerterbuch in dem das Wort geil mit ueppig oder fette Speisen bezeichnet wurden. Mir selbst ist das Wort in diesem zusammenhang gelaeufig auch wenn bei uns im der Stmk. gern gallig gesagt wird. Wobei das leider falsch ist, gallig ist bitter! Nachzulesen im Oesterreichischen Woerterbuch aus den 70ern Lg. Madfox180
"geil" [ von Koschutnig am 2008-12-06 22:34:07 ]
hat sich ganz schön entwickelt.
Althochdeutsch: 'geil' = von wilder Kraft, übermütig, mutwillig, üppig, überaus freudig"
Altenglisch 'gal' = stolz: übermütig; lustig; lüstern
Norwegisch 'gil' gärend (Bier)
Gotisch: 'gailjan' = erfreuen,
zu Indogermanisch *ghoilos = aufschäumend; gärend

WAHRIG, Dt. Wb. sagt, ein kräftiger, fetter Boden sei 'geil'; und üppig wuchernde Pflanzen seien ebenfalls 'geil'.
KNAUR-Rechtschreibung gibt als 1. Bedeutung an "kräftig, üppig (Pflanze)
DUDEN Etymologie sagt dazu:veraltet
BÜNTIG, Deutsches Wörterbuch (1996,aus einem Schweizer Verlag):1. sexuell erregt 2. [jgdsprl.] interessant u. beeindruckend; toll, super 3. jem. oder etwas heftig begehren, in seinen Besitz bringen wollen
Mein ÖWB meint, "widerlich" sei ein wesentliches Element:'geil' seien z.B. eine widerlich fette Speise oder ein widerlich lüsternes Grinsen.
Das ÖWB ist das einzige, das 'geil' auch auf Speisen bezieht, wie es auch in bürgerlicher Gesellschaft völlig selbstverständlich verwendet wurde.
Ergänzung [ von Marktroland am 2009-06-07 10:42:26 ]
Wald/Weinviertel: "geil" wird nicht nur im sexuellen Sinn verwendet sondern auch als Beschreibung für Torten oder Cremen im Sinn für Fett - unangenehm, ekelig, wiederstehend fette Füllungen

Beurteilungen:

2007-01-25 16:01:47(Wien 19.,Döbling): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-01-26 00:39:22(Wien 12.,Meidling): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   "Üppig", "lüstern" und (Jugendjargon) "beachtlich, interessant" sind jeweils Allgemeindeutsch.
2007-01-26 04:10:49(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-06-29 17:08:24(Wien 14.,Penzing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Fein, dass hier einmal alle Leser mitgemacht und wirklich sämtliche Bedeutungsnuancen dieses Wortes diskutiert haben. Wäre das nur immer so! Ich hätte mir (und euch) gut die Hälfte aller Kommentare ersparen können
2007-07-17 15:57:14(Freistadt): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-11-29 19:58:24(Sankt Pölten (Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   wir sagen *gallig* dazu Lg meli
2007-12-09 14:35:13(Wien 23.,Liesing): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   bzw.geilig
2008-01-07 23:57:53(Tulln): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-02-11 19:03:42(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2008-02-11 21:32:57(Wien 22.,Donaustadt): Qualität=0: Bekanntheit=100%
   
2008-02-12 14:28:28(Wels(Stadt)): Qualität=1: Bekanntheit=20%
   
2008-02-14 20:44:54(Bruck an der Leitha): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2008-04-22 21:28:55(Feldbach): Qualität=2: Bekanntheit=-20%
   
2008-04-23 17:39:39(Innsbruck-Stadt): Qualität=0: Bekanntheit=80%
   
2008-04-24 22:32:39(Rohrbach): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   \"geil\" ist mir in dieser Bedeutung (OÖ) durchaus gut bekannt, wird in meiner alten Heimat aber üblicherweise als \"geilig\" verwendet: so kann eine Torte \"geilig\" sein (weil zu viel Schlag, zu viel Zucker), usw.; die Übersetzung ist also nicht ganz ideal, das Wort aber in OÖ tatsächlich so gebraucht.
2008-06-19 09:29:23(Perg): Qualität=0: Bekanntheit=80%
   das Wort hat bei den jungen Menschen eine ganz andere Bedeutung, es ist momentan auf der Suche nach seiner vorwiegenden Bedeutung, wobei üppig ja insgesamt ganz gut passt.
2008-06-19 23:14:09(Wien 23.,Liesing): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   in Schul- und Studentensprache auch \"das ist geil\" im Sinne einer positiven Hervorhebung
2008-06-22 21:16:22(Linz-Land): Qualität=0: Bekanntheit=-20%
   
2008-08-26 10:26:40(Wien 9.,Alsergrund): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2008-09-01 11:37:57(Wien-Umgebung): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-11-08 17:39:27(Salzburg(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-11-09 18:45:37(Eisenstadt-Umgebung): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   in dieser bedeutung is mir das wort komplett unbekannt
2008-12-05 07:38:31(Graz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2009-01-12 19:49:23(Steyr(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2009-01-13 08:11:16(Mödling): Qualität=-1: Bekanntheit=-20%
   geil hat eher die Bedeutung \"besonders fett\", \"unangenehm fet\"
2009-01-14 11:51:03(Wien 17.,Hernals): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2009-03-17 08:51:24(Perg): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2009-06-26 21:21:25(Wien 15.,Rudolfsheim-Fünfhaus): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   \"üppig\" ist nicht schlecht aber ein bisserl zu allgemein; ich kenn das Wort eigentlich nur für Süßspeisen: \"Zwaa Stickl von dera Tortn kriag i jo owe, owa daun is ma des zu geil.\"
2009-06-26 23:09:24(Amstetten): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   
2009-06-28 00:25:15(Wien 9.,Alsergrund): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   
2009-07-01 10:56:43(Liezen): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2009-10-08 19:47:28(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2009-10-09 06:49:29(): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2009-10-15 21:49:26(Baden): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2009-12-10 13:57:27(Kufstein): Qualität=0: Bekanntheit=80%
   schlüpfrig
2009-12-10 14:07:33(Kirchdorf an der Krems): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2009-12-10 22:45:03(Melk): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Geil und gallig. Beides ist richtig! Wobei dabei gallig nicht als bitter verwendet wird. In Wiesen gibt es Nassgallen, also Geilstellen, wo besonders üppiges Gras wächst, oder früher gewachsen ist. Heute dränagiert. Und gallig wurde verwendet, um das sexuell angehauchte geil zu kaschieren.
2010-02-04 10:46:36(Wien 3.,Landstraße): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
geil

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