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ihnare, ihnere, Ihnare, Ihnere : ihre, Ihre (Pl.)


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i̲hnare, i̲hnere, I̲hnare, I̲hnere

ihre, Ihre (Pl.)


Art des Wortes: Anderes

Tags: wienerisch u.a.

Erstellt von: Koschutnig am 29.Nov.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Umgangssprache

Links: Österreichisches Wörterbuch : ihnare, ihnere, Ihnare, Ihnere V W

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Bekanntheit

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Vgl. für die Formen des Personalpronomens der 3. Pl. und der Höflichkeitsform sowie für das Possessivpronomen 'ihr/Ihr' die Einträge eahne, eahna, eahnere (= ihre , ihnen ), eahna (= Ihnen) und Eana (= Ihnen) mit demselben Gebrauch, jedoch sozialsprachlich eine Stufe darunter.
Plural:
Ihnare:
Tant Anna [...] um Ihnare beweglichen Füaß handelt sa si's hier net. Wenn ma", fügte er mit zarter Anspielung auf den Beruf der Tante hinzu, "den ganzen Tag bei der Sesshaftigkeit Dienst macht, dann is ka Wunder, dass ma gern a paar Kilometer rennt
Quelle: Anton Kuh, Brunneisel und der innere Krieg (1933), Werke (2016)
Ihnere:
Wann ich mich net irr, so wollen S Ihnere Schulden abzahlen kommen, oder hab ich mich täuscht?
Quelle: H.C. Artmann, Die Fahrt zur Insel
Nantucket (1969)
»I hab nix g'stohl'n«, wettert die Alte ihr zu, »aber mir kann was g'stohl'n wer'n – Ihnere Wohltaten! Auf d' Polizei haben mi Ihnere Wohltaten g'führt
Quelle: Marie von Ebner-Eschenbach, Der Muff. In „Krambambuli. Meistererzählungen [1886/2017)
ihnare:
Die Staatsunterwühlung ist auf dem Marsch! Die ganze Stadt ang'stopft von lauter Autos – die Schofför san mit ihnare Schlüssel weggrennt, damit der Verkehr stockt
Quelle: Anton Kuh, Brunneisel und der innere Krieg (1933), Werke (2016)
ihnere :
Durchlaucht wird sich kugeln – paar Vergnügungsetablissements haben bei uns angefragt, ob s' ihnere Vorstellungen abhalten sollen.
Quelle: Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit. Projekt Gutenberg

ihnere/ihnare beifügend auch im Singular, bes. in der Flexion von ihna:
* schaun Sie auf unsere Braven, die was dem Feind jetzt ihnere Stirne bieten
* Damit mrs net mirkt, dass Spionen san, lassen s' ihnern Bart stehn!
* aber wenn wir in einer Schlamastik sind, da kommen halt die Deutschen mit ihnerer Organisation
Quelle: Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit

von Koschutnig am 29.Nov.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.