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at-de : zwillen - in hoher Stimmlage durchdringend schreien, klagen
| Österreichisch : | zwillen | | Deutsch : | in hoher Stimmlage durchdringend schreien, klagen | | | | Eingereicht von : | Koschutnig ( Region : Klagenfurt(Stadt)) | | Eingereicht am : | 2009-05-12 15:07:26 | | Verwendung : | ugs | | | | | Kategorien : | noch keine Kategorie |
| Österreichisches Verzeichnis |
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| Kommentare |
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Kärntner Wort - [ von Koschutnig am 2009-05-12 15:12:20 ] und Klagenfurt wird auf Slowenisch im 17. Jh. erstmals als "v Zelovci" zu "Cviljovec" erwähnt! slow. 'cviliti' = 'klagen'. Na sowas! Besonders Kleinkinder und Säuglinge. [ von Weibi am 2009-05-12 19:29:24 ] Hm, Koschutnig - da kommen mir gar gräuliche Gedanken! Von wegen Furt und zwüllende Säuglinge. Ihr werd' doch nicht, damals? @weibi [ von Koschutnig am 2009-05-14 21:43:24 ] Ǻba naa, lei gwǻschn woln de Gschropn nit wearn, in da Furt, und sunsta aa nit, de Gfrasta; zwegn des zwüln se nǻha wia tamisch! Zwillen: Hier noch einmal in der Verwendung für das Schreien eines Schweins, von niemand geringerem als Josef Winkler: [ von eska am 2010-12-20 11:43:18 ] Wenn Ingeborg Bachmann von der Ausdünstung der Ölböden in der Schule spricht, tauchen wieder die eigenen Erinnerungen vom schwarzen Ölboden im Unterrichtsraum auf, in der “Klasse” der Dorfvolksschule, wie wir den Raum nannten – damals, wann war das? – vor einem halben Jahrhundert schon, als der Kleindienst Gerhard, der älteste Sohn einer Keuschlerfamilie, deren Kinder jahrelang versteckt im eigenen Haus und Hof gehalten wurden und niemals mit den Bauernkindern des Dorfes spielen durften, zum ersten Mal an die Dorföffentlichkeit, in die Schule gehen sollte und sich im Flur des Schulhauses gegen den stark nach Öl riechenden Boden stemmte und schrie – wir warteten in der Klasse, in den uns zugeteilten Sitzbänken auf unseren zukünftigen Mitschüler -, so schrie, dass mich sein Schreien an das furchterregende Zwillen eines Schweins erinnerte, das, festgebunden mit einem kotbeschmierten Strick am Oberkiefer, aus dem Stallglitsch in den Hof hinausgezogen wurde, worauf zwei stark behaarte menschliche Hände den geladenen silbernen Bolzenschußapparat, den “Buffer”, wie wir ihn nannten, an den Schädel des sich gegen den Hofboden stemmenden, widerstrebenden Schweins hielten, der Menschenkörper zurückfuhr, das Schwein zusammensackte, der zappelnde dicke Fleischwanst mit hocherhobenen Beinen vor dem Misthaufen lag, mit einem großen Küchenmesser in seinen Hals gestochert und das fingerdick warm herausströmende, in die Waschschüssel, über der sich am Wochenende mit einer Terpentinseife, auf der ein Hirsch aufgedruckt war, die Kinder die Achselhöhlen wuschen, schäumende Schweinsblut von der taubstummen Magd aufgefangen wurde, und während ich in der Henselstraße vor dem Haus von Ingeborg Bachmann stehe und auf den Rosenstrauch an der rosaroten Hausmauer schaue, mir die sich gegen den schwarzen Ölboden stemmenden Füße des weinenden und zwillenden Kleindienst Gerhard vorstelle, der von zwei Erwachsenen, von seiner Mutter und von dem Augengläser tragenden Lehrer, in die Klasse hineingezogen werden musste, fallen mir auch die Worte meines inzwischen dreizehnjährigen, damals siebenjährigen Sohnes ein, der sich auch am zweiten Schultag gegen die Türschwelle der Schule stemmte und flehentlich sagte: “Ich möchte nicht in die Schule gehen, ich möchte Schriftsteller werden! Hier noch die Quellenangabe: [ von eska am 2010-12-20 11:45:00 ] Josef Winkler – “Der Katzensilberkranz in der Henselstrasse” – Klagenfurter Rede zur Literatur 2009
http://www.zintzen.org/2009/06/26/dokumentation-josef-winkler-der-katzensilberkranz-in-der-henselstrasse-klagenfurter-rede-zur-literatur-2009/ |
| Beurteilungen |
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2009-05-12 19:26:03(Sankt Veit an der Glan): Qualität=2: Bekanntheit=100% 2009-10-19 15:18:09(Salzburg-Umgebung): Qualität=-2: Bekanntheit=-100% 2010-12-20 11:39:19(Villach(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
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