4.8 stars - 75 reviews5

hatschen : schleppend gehen, schlendern


+69


  

ha̲tschen

schleppend gehen, schlendern


Art des Wortes: Verb

Erstellt von: Russi am Aug.2005

Region: Scheibbs (Niederösterreich)

Ähnlich klingend:          
hatschen  
+60
   
hatschen  
+76
                       
hutschen  
+82
       
Hatschen  
+5
         

Links: Österreichisches Wörterbuch : hatschen V W

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Bekanntheit

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Die Bekanntheit des Wortes ergibt sich aus den einzelnen Beurteilungen für das Wort und dem angegebenen Heimatbezirk des Benutzers.

Bewertungen (77)



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hatschen - auch hinken
hatschen sagt man auch, wenn jemand hinkt, reicht wenn man einen wehen Fuß hat, schon "hatscht" man, weil man nicht mehr so wie sonst geht.
von Pezi am Dec.2007

 
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hadschen
zeigt einen langen, mühevollen Weg an. Wort kommt wahrscheinlich vom Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, wie schon weiter oben erwähnt.
Man hadscht auch, wenn man wg. einer Verletzung behindert geht.
von Yana am Jan.2008

 
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es sollte wohl zumindest in der Aussprache auf "haadschn" hingedeutet werden. wenn man das wort nicht kennt und so liest, dann wird das a wohl kurz ausgesprochen.
von clavicula am Dec.2008

 
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Hatscherter Hadschi ?
Se non è vero, è ben trovato...
aber die nette Geschicht, dass das 'Hatschen' mit der 'Hadsch' zusammenhängt (und damit käm ja auch der Hadschi Halef Omar ins Spiel) ist tatsächlich nur eine nette Geschichte.
Offenbar gibt's außer Volksetymologie auch eine Journalistenetymologie, die derlei in die Welt setzt oder nachplappert(wie z.B. dass Gründonnerstag von 'greinen' kommt). Die Wissenschaf(l)er sagen jedenfalls anderes: Maria Hornung: "Wörterbuch der Wiener Mundart": "hadschn (hatschen): mühsam, schwerfällig, schlurfend gehen. Bair.-österr. Sonderwort, Herkunft unsicher, evtl. mit 'hutschen' und 'hätscheln' verwandt" oder ( wird ja schon in einem andern Kommentar zitiert): PeterWehle: "Sprechen Sie Wienerisch?": "hatschen: hinken, schwerfällig gehen, vermutl. lautmalend (vgl. Watschen, Pletschn, Flitschn), beeinflusst von Haxen, mhd. 'hakezen'; vielleicht v. mhd. 'hatsche' = Ente. Allenfalls würd' ich mir noch slawischen Einfluss einreden lassen (tschech. 'chodit', kroat. 'hodati': gehen, wandern)"
Dagegen DER STANDARD (Dez. 2007): "Millionen Muslime beginnen Pilgerfahrt Hadsch" - verbindet wieder die Haddj mit dem Hatschen ; aber die meisten Mekka-Pilger hatschen ja gar nicht, sie fliegen!

von Koschutnig am Dec.2008

 
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@Koschutnig
"hatschen" ist mit "hutschen" tatsächlich verwandt. "Hutschen" wird bei gleicher Bedeutung in Sachsen verwendet, z.B. "Na, was hutschst'n so, haste was mit de Beene?". Im Österreichischen hat ja "hutschen" wieder eine andere Bedeutung, siehe >hutschen<
von Compy am May.2009

 
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@compy
Feiner Beleg aus Sachsen! Frau Univ.-Prof. Hornung dürfte sich freuen, erführe sie's; also kein ganz "bair.-österr. Sonderwort". Könnte eine lautmalende Bildung sein.
Österr. "hutschen" bedeutet übrigens nicht nur "schaukeln", sondern wird ja auch (eigentlich nur im Imperativ) als "sich verziehen" verwendet: Sg.:"Hutsch di!", Plural: "Hutschts euch!"in derselben Bedeutung wie "Schleich di/schleichts euch!"Auffällig dabei ist die Aufforderung zu einer langsamen Fortbewegung, wo doch das Gegenteil gewünscht wird.
von Koschutnig am May.2009

 
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(Das A immer lang!) Ein Fußkranker hatscht, wenn man nicht gehen mag, aber muß, dann hatscht man - es ist also meist ein negatives Gefühl dabei!
von Sigurd am Oct.2015

 
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eher: sich dahinschleppen
keinesfalls: schlendern
von berberitze am Oct.2015

 
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Ich kenne auch: "hatschen" im Sinne von " mit jemandem gehen / liiert sein". Zum Beispiel "jetzt hatscht er mit der Tochter vom Grindlinger-Bauern"
von Manu am Oct.2015

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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