5 stars - 2 reviews5

aufdrahden, da hast den


[ do host den aufdrahden ]

Da hast Du Pech gehabt, da stehst du hilflos da


Wortart: Verb
Referenz: 0
Besser: 0
Kategorie: Gemütszustände, Befindlichkeiten
Erstellt von: Schurki
Erstellt am: 14.04.2007
Bekanntheit: 50%  
Bewertungen: 2 0

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Dieses Wort kann mit den Informationen auch als PDF ausgegeben werden: PDF von aufdrahden, da hast den

Kommentare (4)


Möchte deiner Übersetzung widersprechen:
Das mit dem "Aufdrehen" hat für mich etwas aggressives an sich, vielleicht kommt das aus der Zoologie, wo bestimmte Tiere zum Zeichen der Kampfbereitschaft "den Schweif aufdrehen", also bedeutet für mich den Aufdrahden haben: den Fehdehanddschuh werfen Du hast es nicht anders gewollt - jetz geht´s los oder so ähnlich
JoDo 15.04.2007


Möchte deinem Kommentar widersprechen
An JoDo: Für mich hat "den aufdrahdn hobn" nichts Agressives an sich. In Wien wird das im Sinne "da hast du den Schlauch" oder "Deine Bemühungen waren vergebens" verwendet. Such in Google einfach nach "aufdrahdn", dann findest du einige Beispiele.
Schurki 15.04.2007


Schau einmal unter:
http://www.janko.at/Forum/viewtopic.php?p=1926&sid=3203547b1d2beb0228594063757c9a44 da steht u.A.: Schurki Verfasst am: 11.01.2006 23:43 Titel: Do host den Aufdrahten Woher kommt eigentlich der Ausdruck "Do host den Aufdrahten (Aufgedrehten)" bzw. "Do host den Schlauch" im Sinne von "Da hast Du Pech gehabt"? jerry Verfasst am: 13.01.2006 02:13 Titel: den aufdrahtn haum ... griaß eich! "aufdrahn" bedeutet auch, jemanden ungut angehen, anpöbeln. dies kann man auch gut zu deiner frage überleiten, schurki! wenn wer dir gegenüber "aufdraht", hast du ein problem, hast also "den aufdrahtn". "den schlauch haum" ist in der bedeutung ein klein wenig anders. zwar ist auch hier ein problem gemeint, ein ärgernis, aber eben eher in richtung einer ablehnung. man gibt auch jemanden "den schlauch" - weist den ab. kommt das "pech haben" von der arbeit der "pecherer" (u.a. auch straßenarbeiter, teerer), die unbeliebt, schlecht bezahlt, schwer, dreckig war, so kommt "geschlaucht" von der arbeit der schlauchträger/schlauchzieher im bergwerk. diese "wasserer" oder "schlaucher" leisteten unbedankte schwerstarbeit bei knappem lohn. oft wurden arbeiter dazu strafverpflichtet. kein wunder, dass die dann abends "geschlaucht" heim kamen!
JoDo 15.04.2007


Ich kenne "den Aufdrahdn hahen" auch in der resignativen Bedeutung "chancenlos sein"
, woher immer es ursprünglich kommen mag (vermutlich tatsächlich in Anlehnung an einen vorausgegangenen [Rang-]kampf. Jedenfalls aber mus "Aufdrahden" auch nach der neuen Rechtschreibung groß geschrieben stehen und "aggressiv" mit zwei g (ad-gredi > aggredi = 'angehen'), ebenso "Aggragat" oder (weiter hergeholt: Akkumulator (eigentlich "Anhäufer (elektrischer Energie) von ad + cumulus (Haufen).
Brezi 03.07.2007





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das österreichische Deutsch, oder einfach Österreichisch, zeichnet sich durch besondere Merkmale aus. Es besitzt einen einzigartigen Wortschatz, bekannt als Austriazismen, sowie charakteristische Redewendungen.

Die Eigenarten von österreichischem Deutsch gehen jedoch über den Wortschatz hinaus. Sie erstrecken sich auf Grammatik und Aussprache, inklusive der Phonologie und Intonation. Darüber hinaus finden sich Eigenheiten in der Rechtschreibung, wobei die Rechtschreibreform gewisse Grenzen setzt.

Das Standarddeutsch des Österreichischen ist von der Umgangssprache und den in Österreich gebräuchlichen Dialekten, wie den bairischen und alemannischen, deutlich abzugrenzen.

Dieses Online Wörterbuch der österreichischen Sprache hat keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern versucht eine möglichst umfangreiche Sammlung an unterschiedlichen Sprachvarianten in Österreich zu sammeln.

Für Studenten in Österreich gibt es eine Testsimulation für den Aufnahmetest Psychologie.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Dienste sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.