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auswendig



außenseitig


Erstellt von: HeleneT
Erstellt am: 03.07.2006
Bekanntheit: 50%  
Bewertungen: 36 4

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

Kommentare (5)


Vielleicht hilft dieses zur Klärung:
- http://www.livekritik.de/kultura-extra/literatur/literatur/veranstaltung/inundauswendig.php"Live-Lesungs-Projekt "INUNDAUSWÄNDIG"
"TürsprecherInnen"
LIVE @ 20.+27. JUNI 2004 in Berlin


INUNDAUSWÄNDIG verspricht ein Literaturerlebnis der ungewöhnlichen und eventuell gestörten Art. INUNDAUSWÄNDIG ist eine "gesichtslose" Autorenlesung FÜR, aber nicht VOR Zuhörern. Sogenannte TürsprecherInnen (ver)stecken (sich) in einer Wohnung und sprechen, flüstern oder schreien ihre 3-5 Minuten langen Texte über den Türlautsprecher nach draußen

Dem Publikum soll eine Art AUDITIVer VOYEURISMUS gegönnt werden, indem durch die Poesie Privates, Intimes, aber auch Alltägliches "von inwändig nach außwändig" übertragen wird. INUNDAUSWÄNDIG wird durch das Medium zu einer Lesung mit Schutzfaktor,

und soll ganz besonders ein Podium für solche DichterInnen sein, die bisher noch nicht vor Publikum gelesen haben und sich ausprobieren möchten. ......



so funktioniert es:

1) Klingeln Sie einfach bei INUNDAUSWÄNDIG
2) Suchen Sie die Nähe zum Türlautsprecher
3) Bewahren Sie unbedingt Ruhe
4) Beginnen Sie erneut bei Punkt 1), wenn Sie nicht genug kriegen können

Die TürsprecherInnen wünschen viel Erfolg!"Bekannt ist mir auswendig u.a.daher, wenn ich etwas auswendig lerne oder wenn ich eine Oper in- und auswendig kenne. Letzteres heißt ja nichts anderes als "aus jedem Blickwinkel", "aus jeder Sichtweise" oder "inn(en)wändig und auß(en)wändig".Sei es drum, ich kann an diesem Wort nichts typisch österreichisch finden.
Compy 06.12.2013


Gemeint ist „auswendig“ in der ursprünglichen Bedeutung „nach außen gewandt/gewendet“, „nach außen gekehrt“, „nach außen hin“, „äußerlich“, die aber durch „auswendig“ als ein Nicht-Nachsehen-Müssen beim Lernen, Wissen, Können schon fast völlig abgelöst worden ist.Der 1873 in Groß-Pawlowitz im altösterreichischen Mähren geborene Freund von Rilke und Hofmannsthal Rudolf Kassner, Kulturphilosoph, Schriftsteller, Essayist und Übersetzer, hat’s bewusst so verwendet, wie es im Eintrag gemeint ist:
»Welches Gebilde unter den herrlichsten ist so ganz nach außen gekehrt, so auswendig wie die Sphinx?! Das Inwendige darin ist dunkel, Nacht ohne Tag, Schrei, Abgrund. Die Sphinx ist auswendig gleich der Sonne oder sonst einem Gestirn [....]«
(Kassner, Sämtliche Werke, Bd. 9, Pfullingen 1990, S. 643)
Koschutnig 06.12.2013


Das Adverb "auswendig" für sich "außerhalb befindend" ist möglicherweise österreichisches Standarddeutsch.

Das Gegenwort "inwendig" ist gmd. (Duden)

Das Adverb "auswendig" für "ohne Vorlage, aus dem Gedächtnis" ist gmd. (Duden)
Standard 02.06.2016


Wie schon von Vorpostern korrekt angemerkt ist es im Sinne von "etwas auswendig lernen/können" zu verstehen, hat abet mit "Aussen-" nichts zu tun
Tekitisy 12.12.2016


Die umgangssprachliche Wendung »etwas/jemanden in- und auswendig kennen« bezieht sich auf »inwendig und auswendig« in der Bedeutung »von innen und von außen; von allen Seiten; ganz und gar«.
source: Korrekture.de Das Portal für Rechtschreibung

Worauf man sich also bezieht? - Orthographisch auf den erforderlichen Bindestrich nach in-.
Koschutnig 12.12.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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