Kokạrde

die, -n

Kriminaldienstmarke


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Kategorie: Technische Begriffe
Erstellt von: Lanquart
Erstellt am: 18.05.2020
Region: Klagenfurt Land (Kärnten)
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Kommentare (2)


Das Wort bezeichnet im allgemeinen Standard-Deutsch ein
rosettenförmiges oder rundes Hoheitszeichen in den Landes- oder Stadtfarben an Kopfbedeckungen von Uniformen oder an Militärflugzeugen
source: Duden

In Österreich aber hat das Wort eine Spezialbedeutung in der Exekutive bekommen. Solche österreichischen Kokarden sind infolgedessen höchst selten zu sehen:
Falsche Polizisten bestahlen zahlreiche Touristen.
Verbrecher zeigten gefälschte Kokarde und "kontrollierten" die Geldbestände der ausländischen Besucher
source: Der Standard, 7.9.2007

Falscher Polizist raubt Auto: Verfolgungsjagd mit Unfall.
Zunächst zückte er eine getürkte Kokarde, dann aber ein Messer. ...
Als Beweismittel gegen ihn dient die Kokarde. Denn die hatte der falsche Polizist noch in der Tasche.
source: Kronenzeitung, 12.5.2020

Lanquart 18.05.2020


Gauner scheinen österreichische Kokarden zu mögen:
Bettlerin von falschen Polizisten betrogen.
Wie schon vor knapp zwei Wochen in Lieboch hatten sich Unbekannte in Zivilkleidung mit einer Kokarde der Kriminalpolizei ausgewiesen.
source: OÖ Nachrichten, 03. März 2014

Als ein 84-jähriger Bewohner die Tür öffnete, gaben sie sich als Kriminalbeamte aus und täuschten vor, Erhebungen wegen mehrerer Einbrüche zu führen. Dabei wiesen sie sich mit einer Kokarde mit Bundesadler aus, wie sie von Kriminalbeamten verwendet wird. Deshalb
source: NÖN.at, 27. April 2017
Auch Ärzte haben mit Kokarden zu tun, auf der Haut etwa oder in den Eingeweiden, aber das ist eine andere, allerdings ebenfalls runde Sache. Wikipedia sagt mehr dazu.
Pernhard 10.06.2020





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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