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Lieschen



Hüllenblatt vom Maiskolben


Erstellt von: Niemand
Erstellt am: 05.08.2018
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Kommentare (4)


Vorkommen: Vorarlberg
Niemand 05.08.2018


Hüllblatt Maiskolben +site:at von www.kidsnet.at
www.kidsnet.at/Sachunterricht/mais.htm

Die männlichen Blüten bilden eine Rispe, die weiblichen Blüten reifen zu den Maiskolben heran. Die Kolben sind in Lieschen, - so nennt man die Hüllblätter, ...
Niemand 05.08.2018


Gemeindeutsches Fachwort, nichts extra Österreichisches und auch kein deutschtümelndes Lieserl, doch da es ohnehin entfernt gehört, ist auch eine Aussprache-Angabe überflüssig!

Die richtige Zeit der Ernte ist gekommen, wenn die Lieschen völlig vergilbt und die Körner so hart geworden sind, daß man sie mit dem Fingernagel nicht mehr eindrücken kann
source: Deutsche Landwirtschaftsgesllschaft Berlin (Ost), 1950
Damit ist eine gute Absiebung und Trennung von den weitestgehend unzerkleinerten Lieschen gegeben
source: Feldwirtschaft, Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin, 1985
Lagerungsform Kolben mit Lieschen | Lagermethode Haus (lose)
source: Helmut Albert, Die Ökonomik des Vorratsschutzes ... , Kiel 1991
Beim nächsten Verwendungsbeispiel allerdings zeigt die Verfasserin meiner Meinung nach, dass sie mit dem Begriff auch nicht wirklich vertraut ist, da sie den Plural als Singular-Neutrum wie eine kleines Lieserl gebraucht:
Jeder Maiskolben ist von Hüllblättern umgeben, dem so genannten "Lieschen", mit dem ganz toll gebastelt werden kann.
Eine Absatzüberschrift danach:
LIESCHEN UND IHRE FREUNDE
Darunter allerdings korrekt:
Aus den Lieschen, den Hüllblättern der Maiskolben, entstehen mit etwas Fantasie tolle Kunstwerke.
source: Leonore Geißelbrecht-Taferner, Die Gemüse-Detektive, Münster 2007

Pernhard 07.08.2018


Der Eintrag ist auch deshalb gar nicht gut, da er den PLURAL des Wortes zeigt, wessen sich der Eintragende offenbar nicht bewusst ist, da er ja die Erklärung im SINGULAR ("Hüllenblatt") gibt. Dadurch verleitet er auch zur Annahme, die „Lieschen“ seien so etwas wie Lieserln (Lies.chen). Die fehlende Ausspracheangabe aber müsste ein š zeigen!

Belege in versch. Schreibungen aus dem 19. Jh bzw. frühen 20. Jh machen dies deutlich: Dozent Dr. Julius Wiesners
"Mikroskopische Untersuchung der Maislische und der Maisfaserproducte"
source: Polytechnisches Journal, Band 125, Heft 3 ( 1845), S. 225

oder der Text zu einer Abbildung im Lehrbuch der technischen Mikroskopie von Prof. Hanausek:
Fig. 80. Papierstoff aus der Maisliesche
source: Franz Thomas Hanausek, Lehrbuch der technischen Mikroskopie (1901, Reprint 2012)
Oder:
der 1863 zwischen v. Auer und Dr. Kühnert ... geführte Streit, ob die Production der österreichischen Monarchie in Mais-Lischen hinreichend sei, um darauf eine Industrie zu begründen, ist gegenstandslos geworden.
source: L Müller, Die Fabrikation des Papiers (1877, Reprint 2013) S. 101, Anm.



Kein Lies.chen also, sondern eine Li(e)sche (und viele Li(e)schen).
Hoffentlich überzeugt WIKIPEDIA, wo die Aussprache in Lautschrift angegeben ist, dass das Wort nichts spezifisch Österreichisches an sich hat:
Diese seitenständigen, kurz gestielten Kolben werden vollständig von Hüllblättern (Lieschblätter, auch genannt Lieschen, gesprochen [ˈliːʃən]) umhüllt und tragen paarweise Ährchen in 8 bis 16 Längszeilen.
source: Wikipedia

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Koschutnig 19.08.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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