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Besu̲chsmittler

der, -s, -

gerichtlich bestellte Besuchsbegleitung für Elternteile


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Tags: rechtssprachlich
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 20.12.2017
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 60%  
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Kommentare (1)


Neu ab 1. Februar 2013 ist, dass es eine gerichtliche Durchsetzung gegen den zum Kontakt berechtigten Elternteil gibt, der zum Nachteil des Kindes den persönlichen Kontakt unterlässt. In solchen Verfahren kann das Gericht sogenannte Besuchsmittler einsetzen, die bei der Übergabe des Kindes anwesend sind. [...] Können sich die Eltern bei der Durchsetzung des Kontaktrechtes nicht einigen, kann das Gericht anordnen, dass Besuchsmittler eingesetzt werden, die helfen sollen, Konflikte bei vereinbarten Kontakten zu schlichten.
source: Familienfragen.at
Der Unterschied zur Besuchsbegleitung besteht darin, dass als Besuchsbegleiter entweder Verwandte oder Bekannte der Eltern oder private Einrichtungen fungieren, die ihre guten Dienste anbieten, ohne eigene Autorität zu haben. Der Besuchsmittler wird hingegen über gerichtlichen Auftrag tätig.
source: Helene Klaar, Scheidungs-Ratgeber für Frauen (2015)
Die Bestellung eines Besuchsmittler greift in die freie Gestaltung des Kontaktrechts durch die Eltern ein. Die Bestellung eines Besuchsmittler ist daher [...] selbständig anfechtbar. [...] Die Eltern müssen sich mit dem Besuchsmittler, ungeachtet ob sie dies wollen oder nicht, aktiv auseinandersetzen und im Interesse des Kindes möglichst konfliktfreie Regelungen treffen und Kompromisse schließen. Daraus ergibt sich, dass der Besuchsmittler die Rechtsstellung der Eltern beeinträchtigt und ihm nicht nur Stoffsammlungsfunktion zukommt. .
source: OGH.gv.at

Koschutnig 20.12.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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