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Langaus

der,

Vorläufer des Wiener Walzers


Wortart: Substantiv
Tags: historisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 08.08.2017
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langaus
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Kommentare (1)


Wir haben just Langaus g'tanzt, und da ist alle Augenblick ein Paar langaus auf der Erden da glegen. Der Herr Vetter kann sich diesen Tanz nicht besser vorstelln, als wenn sich der Herr Vetter eine Heerd Böck und Gais denkt, die im Frühjahr 's erste Mahl auf d'Waid glassen werden.
source: Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran über d’Wienerstadt, Bd. 1 (1785)
Langaus , alter Bauerntanz, der in der Stadt zu Raimunds und Nestroys Zeiten gebräuchlich war
source: Wien Geschichte-WIKI, Wien.at
Langaus
Eine in Wien gegen Ende des 18. Jh.s modische Tanzform; unterscheidet sich musikalisch (durchwegs aus zwei 16taktigen Perioden bestehend) nicht von den Deutschen und Ländlern der Zeit. Die Spezifik bestand v. a. in der Ausführung (sehr rasch, Durchmessen des Tanzsaales durch das Tanzpaar mit möglichst wenigen Walzer-ähnlichen Umdrehungen),[...]. Der L. (Betonung auf der letzten Silbe) ist eine durchaus vorübergehende Erscheinung geblieben
source: Österr.Musilexikon online
Andreas Wolff, Stadtpysikus von Hermannstadt schrieb 1826 im Zeichen der Moral: „Es ist nicht allzu lange, dass eine aus der Hölle kommende Erfindung eines Tanzes, den man Langaus nennt, unter uns bekannt geworden ist. Der Erfinder soll ein wahnsinniger Franzose gewesen sein, der sich im Taumel der Leidenschaft den Hals gebrochen hat. Der Tanz hat mehr Unzüchtiges als Reizendes an sich, ein richtiger Veitstanz eben“
source: Lisa Fischer, Eden hinter den Wäldern. (2007)

Koschutnig 08.08.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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