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Brechelgrube

die, -, -n

Flachsdörre


Wortart: Substantiv
Tags: Kärnten,Tirol,u.a.
Kategorie: Arbeitswelt Technische Begriffe
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 27.08.2016
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


Die Brechelgrube. ist ein oblonger, halb in dem Boden versteckter, gemauerter Ofen, oben offen und befindet sich der Feuergefährlichkeit wegen gewöhnlich von dem Bauernhause etwas entfernt.
Da wird nun der „
Haar“ auf neben einander gelegten Holzsprossen zuerst „geröstet“. Statt der Brechelgruben findet man häufig eigene "Brechel- oder Badstuben", feuersichere Gewölbe, in denen ein großer Ofen steht
source: “ Der Flachsanbau in Tirol“ in Der Alpenfreund (1871)

So wie ich einst meinen Eltern,
folg mir, Sohn, zur Brechelgrube,
zu der Darre, zu den Keltern
und ans Brautbett in die Stube.
Tritt in Erbe schlichten Kleides,
eingedenk uralten Eides.
source: Johannes Lindner, „Die Übergabe“, in Perkonig, „Kärnten, Heimatland, Ahnenland“ (1943)

Brechelgrube in St. Nikolai, Gemeinde Keutschach am Keutschacher See
source: Bild einer Brechelgrube, Wikipedia Commons


Ursprünglich stand hier ein Ersatzeintrag (s. "Änderungen") für eins meiner etwa 150 lange Zeit grundlos "verbannten" Wörter. Da die Originaleinträge durch den Admin. nun wieder sichtbar sind, hab ich den hier frei gewordenen Platz für einen anderen Eintrag verwendet.
Koschutnig 01.08.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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