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Wallischer, Wallische



Italiener; Italienerin


Wortart: Substantiv
Tags: Tirol,u.a.
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 17.06.2016
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (5)



Das merkt's euch," schreit der Tiefenbrugger, "dass ein Wallischer die Kaiserin umbracht hat. Und die Serbischen und die Wallischen, die sein sich gleich. Tagdieb' und Katzlmacher, die passen schon zusammen"
source: Der Weltkrieg
"Sein sie nit a bissele freddo in Winter da?"
fragte der Wallische. „Wohl! Sell wohl!“ erwiderte der Martl. „Aber da bin i mit da. Da kann si koa Mensch halten da herinnen!“
[..] "Ös zwaoa seids wohl no nit lang bei uns in der Gegend!"
"No! No!" rief der Wallische. "Solamente heiniger Monate!"
source: Rudolf Greinz, „Aus ́m heiligen Landl“ . Lustige Tiroler Geschichten (1915)

Und der junge Tiefenbrugger sagte, mit dem Daumen verächtlich über die Schulter weisend: „Da sitzns' jetzt, die Wallischen, und zuzeln einen Kafeh!"
source: Der Weltkrieg


s.a. Einträge Walischa, Walscher,
sowie Walsche mit behaupteter Sonderbedeutung 'Bewohner des Suganatals'
Koschutnig 17.06.2016


"Du bist kein rechter deutscher Bauer" [...] Und sie erinnerten ihn mit spöttischen Worten daran, daß einer seiner Vorfahren ein Wallischer, ein Welscher, gewesen, der aus dem fremden Süden gekommen war und sich hier im deutschen Egerland ansässig gemacht hatte.
source: Die Heimat erzählt. Eine Anthologie mit Beiträgen von Schriftstellern des Ostsudetenlandes (1964)

Koschutnig 17.06.2016


Die Schreibung „ll“ ist nicht korrekt. Wie auch welsch in der Überstzung
und den Einträgen bisher ist die Schreibung „l“ angegben.

Der Ursprung des Wortes bezeichnet Italiener aus den Talgemeinschaften
Bersntol und Tesino (Tesinotal) das Suganertal bzw. Suganatal.

Dieses lautet in der Sprache Italiens „Valsugana“, also ebenso in der
Schreibung „l“

Der Eintrag ist zu überarbeiten oder zu entfernen.
A-1989+D 17.06.2016


Bezeichnungsbeispiele für spezifische Volksgruppen

In verschiedenen deutschen Regionalsprachen werden die jeweils unmittelbar benachbarten Romanen oder romanischsprachigen Bevölkerungsgruppen als „Welsche“ bezeichnet. Je nachdem hat der Ausdruck einen neutralen oder abwertenden Klang:
Während im Schweizerischen etwa Welsche für Romands (französischsprechende Schweizer) ohne negative Wertung verwendet wird, ist Welsche oder auch Walsche im Tirolischen aus Gründen der bewegten politischen Vorgänge der Neuzeit in diesen Regionen allgemein abwertende Bezeichnung für Italiener.

Wikipedia Tirol - Walsche "l"
A-1989+D 17.06.2016


oberhaenslir (der Neue) um 14:56 - Seine Kommentare gefallen ihm so sehr, dass er das Geschriebene einfach selber positiv bewerten muss.
Zuletzt:
"Die Schreibung „ll“ ist nicht korrekt. Wie auch welsch in der Überstzung" -
Da bin ich aber starr vor Staunen.
"Der Eintrag ist zu überarbeiten oder zu entfernen."
Da löst sich meine Erstarrung, ich kann jetzt den Kopf schütteln und mit den Achseln zucken. Wozu plag ich mich eigentlich mit der Aufnahme von Verwendungsbeispielen?
Ergebnis:
O ! welch edler Geist ging hier verloren ! Welch edler Geist ist hier zerstört!
Oder war da gar nie ein edler Geist?
Koschutnig 17.06.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Atlas Körper Zentrum Russwurm UrImmun