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Häusel (auch: Häusl)

das,

WC, Toilette


Wortart: Substantiv
Besser: 1118
Erstellt von: System32
Erstellt am: 05.01.2006
Bekanntheit: 38%  
Bewertungen: 8 0

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Kommentare (1)


Einst
stand das Verrichtungs-Häusel (mit dem Herzerl in der Tür) des nicht allgemein als angenehm empfundenen Duftes wegen abseits vom Ort, wo man wohnte (-> "Ab-Ort"). Dass heut "Häusel" gleich "WC" ("=Wasser-Kammer") ist, erscheint irgendwie absurd;"am Häusel" sein (= "auf dem WC") ist dann ein Doppel-Austriazismus.Kurios ist auch der Weg, den die "Toilette" gegangen ist: vom "Gewebe" (lat. tela, frz. toile) zum "Nachttuch, worein das Frauenzimmer ihre Nachtkleider zu schlagen pfleget" (1715) zu "Aussteuer an Nachtkleidern und Schmucksachen" (1727) und "Putztisch" (Goethe 1765), dann zur Kleidung selbst und endlich gar zum Raum, wo man die Kleidung anziehen konnte, und schließlich, als der Ab-Ort nicht mehr abseits liegen musste, ...
Koschutnig 20.11.2009





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich verwendeten sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Betonung entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden aus nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Vokabulars alles rund um die Küche.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Eingang in die Schriftsprache.