0 stars - 3 reviews5


Zirmbusch

der,

Zirbelbusch; Legföhre, Zwergkiefer


Wortart: Substantiv
Tags: steirisch
Kategorie: Natur
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 10.04.2016
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 2

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Kommentare (2)


Der junge Herr ist eine Kirchturmhöhen weiter oben gelegen, in einem Zirmbusch; man hat ihm nicht an können, hat mit Stricken müssen aufgezogen werden.
source: Peter Rosegger, Geschichtenbuch des Wanderers
Dann wollte sie sich mit ihrem Jungen auf den weiteren Anstieg machen. Sie kamen aber nicht, und als die Frau endlich aufstand, um über den Zirmbusch hinüberzuschauen, waren sie nicht mehr zu sehen.
source: Peter Rosegger, Hoch vom Dachstein (1907)

D:
Alsdann beschrieb er mir aber wie er seine Wunden lange nicht fühlte und demnach, als der Bär sich nahe bei ihm in einem Zirbelbusch niederließ, nur überlegte, ob er denselben für kleinmüthig zu halten und somit doch noch auf ihn zu schießen habe.
source: Adolf Erman, Reise um die Erde durch Nord-Asien und die beiden Oceane in den Jahren 1828 Bis 1830, 1. Abt., Band 3 (Berlin 1848)

Koschutnig 10.04.2016


Höchst fraglich ist allerdings, ob die mächtige Zirbe, Zirbel, Zirm tatsächlich auch als niedriger Busch – „Zirmbusch, Zirbelbusch“ ausgebildet sein kann und ob sie derselbe „Zirbelbusch“ ist, wie der aus Asien vom Reisenden Adolph Erman erwähnte, denn die dortige (Japanische) Zwergkiefer Pinus pumilia ist ja bei uns nicht heimisch.

Der heimische Zirmbusch jedoch ( Roseggger etc.), der ist wohl jenes Gewächs, das JoDo zum Eintrag
Latsche kommentiert: “ Die Unterart [der Bergkiefer] Pinus mugo subsp. mugo (inkl. Pinus mugo subsp. Pumilio), wird auch Latschenkiefer (kurz Latsche), Legföhre, Legkiefer, Krummholzkiefer oder Krüppelkiefer genannt.“
Dem entspricht auch
Zürm Pinus Pumilio
source: H. Walpert, Alphabetisch-synonymisches Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen (1852)
sowie
die] Legföhre, pinus mughus und pumilio
source: ZS des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum

Koschutnig 10.04.2016





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Atlas Body Center Russwurm CryptoCoinWorm