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Wess Brot ich ess, des Lied ich sing


[ wie geschrieben ]

Ich rede meinem Chef nach dem Mund bzw. in seinem Interesse


Wortart: Anderes
Erstellt von: ant18ikes
Erstellt am: 24.01.2016
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Kommentare (1)


Als 1555 der Augsburger Religionsfrieden zwischen Katholiken und Protestanten geschlossen wurde, der den Landesfürsten das Recht gab, die Konfession ihrer Untertanen zu bestimmen, wurde das Ergebnis in einem Erlass zusammengefasst: cuius regio eius religio – wessen Gebiet, dessen Religion – und das wurde im Volksmund schnell zu „Wes´ Brot ich ess, des Lied ich sing“.

Im Duden-Band 12 wird dann - allerdings ohne Nachweis - erklärt, das Sprichwort sei auch bei Martin Luther zu finden:
so findet sich die zitierte Wendung in verschiedenen Sprichwörtersammlungen des 16. Jahrhunderts und in den Schriften Martin Luthers.
source: DUDEN Band 12, Zitate und Aussprüche, 2011
Inhaltlich geht's jedenfalls weiter zurück: Die Minnesänger etwa waren selten völlig unabhängig und Martin Beheim, ein später Liedermacher im 15. Jh., der in vieler Herren Dienst stand und nur nach diesem Motto (über)leben konnte, gestand:
„Der furst mich hett in knechtes miet, ich ass sin brot und sang sin liet.“
source: Viktor Spechtler, Lyrik des ausgehenden 14. und des 15. Jh.
Inhaltliche Entsprechungen gibt's in etlichen Sprachen und eine lateinische - Cuius enim panem manduco, carmina canto - denn wessen Brot ich esse, dessen Lieder singe ich - hat schon im 11. Jh. existiert.
Koschutnig 25.01.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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