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sohin



somit, folglich


Wortart: Adverb
Kategorie: Amts- und Juristensprache
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 15.10.2014
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


Ein beliebtes Wort vor allem unserer Staatsanwälte, aber auch anderer "Stellen". Duden.de: »österreichisch, sonst selten«
» "Literatur zum Pflücken" hängt ein Dichter seit Jahren an die Bäume Wiens. Die Behörden haben schon 930 Anzeigen gegen ihn erstattet [...] „Sie haben durch das Anbringen eines Tixo-Streifens, an welchem mehrere Zettel mit literarischen Texten und dem Hinweis ,Literatur zum Pflücken ' aufgeklebt sind, die Verkleidung des Stationsgebäudes , sohin eine im öffentlichen Eigentum stehende Einrichtung, verunreinigt“, bescheidet ihm die Behörde. «
source: DIE ZEIT , 26.9. 1997

»Die österreichische Bundesregierung muß sohin abschließend feststellen , daß es nicht die österreichische Bundesregierung , wie in der tschechischen Note behauptet wird , sondern einzig und allein die Regierung der Tschechoslowakischen Republik ist, , die durch tendenziöse Entstellungen von Tatsachen... «
source: “Saftige Antwort an Prag“, Sudetenpost v. 13. 6. 1959, ( S.2, Sp. 1, letzter Absatz)

Heut findet es sich fast nur noch - wenngleich dort massiert - in geschraubtem Behördendeutsch, jedoch auch in der "Fackel" von Karl Kraus kommt's vor, allerdings nicht von Kraus selbst, sondern im Entgegnungsschreiben eines Zeitungsherausgebers Prof. Dr. J. Singer:

»Der betreffende Reporter hat sohin ausdrücklich brieflich erklärt , daß er den Versuch wage , und ist daraufhin thatsächlich nach Wien gekommen«
source: Die Fackel Nr. 134, März 1903

Koschutnig 15.10.2014





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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