0 stars - 1 reviews0


anduseln, sich


[ audusln ]

sich betrinken


Wortart: Verb
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt von: biba
Erstellt am: 11.07.2014
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 0 1

Dieser Eintrag sieht prinzipiell nicht schlecht aus aber es ist noch mehr Information nötig. Alles Kommentare und Bewertungen sehr erwünscht.

Kommentare (2)


In D, scheint's mir, eher in der Form angeduselt sein bekannt - sich anduseln ist mir unbekannt. Gibt es dazu andere Meinungen bzw. Nachweise aus D?
Compy 14.07.2014


Nicht nur reflexiv verwendbar, siehe Ferdinand Raimunds Rat:
"Und wollts nicht viel zahlen, so macht es nur fein
Und duselts den Wirt an mit heurigem Wein.
Im Rausch sieht er doppelt, da zahlts ihn gschwind aus,
So schlupfts bei der Zech mit der Hälfte hinaus.
source: Ferdinand Raimund, Die gefesselte Phantasie (1826)
http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-braut-5352/1 Es ging gegen Morgen zu, als wir, vom Champagner ein wenig angeduselt, einen Wagen nahmen und in den Prater fuhren. [/quote" target=_blank>
Wie Compy sagt, ist's bundesdeutsch allerdings auch. Norddeutsch z.B. : [quote: Fedor von Zobeltitz, Das Heiratsjahr (1900):http://gutenberg.spiegel.de/buch/das-heiratsjahr-6382/10] Trude wollte Kränze flechten, die man sich in das Haar drücken sollte. So eine Art Symposion schwebte ihr vor. Aber Tübingen war gegen solche Uebergriffe in das Heidnische. »Wenn der Inspektor mit dem Abendrapport kommt,« sagte er, »und sieht mich mit einem Kranz aus Butterblumen, Schafgarbe und Rosen auf dem Kopfe, so hält er mich für verrückt oder angeduselt. Und beides verringert den nötigen Respekt.«
source: Arthur Schnitzler, Die Braut (1895)

Koschutnig 28.12.2016





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Atlas Body Center Atlas Body Center ÖDV NLP