0 stars - 2 reviews0


Nationalrätin

die, -, -nen

Bundestagsabgeordnete


Wortart: Substantiv
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 09.01.2014
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 0 1

Dieser Eintrag wird nicht ins Wörterbuch kommen.

Kommentare (1)


Zwar gibt's keine, aber sie laufen herum.
Zunächst eine Bemerkung zur Gleichsetzung: Natürlich ist eine solche Übersetzung selbst bei einer genauen Entsprechung von polit. Institutionen versch. Staaten nicht völlig korrekt, denn Eigennamen sind eben eigene Namen.
Beim gutmenschigen Tschendern ("G-") ist aus der ohnehin schon unrichtigen "Frau Nationalrat" nun eine "Nationalrätin" geworden, die auch keine ist (korrekt wäre nämlich "Abgeordnete zum Nationalrat" (nicht falsch auch: "Nationalratsabgeordnete"). Aber das Volk...:

• "Eva-Maria Himmelbauer. Unsere Nationalrätin fürs Weinviertel". ( https://de-de.facebook.com/EvaMariaHimmelbauer)
• "Viele Anregungen wurden Nationalrätin Claudia Durchschlag mit auf den Weg nach Wien gegeben."
(Bezirksrundschau Grieskirchen am 02.12.2013 Mein Bezirk.at)
• "Nationalrätin für Telfs! Aslan schafft Einzug. Mit 22 Prozent der Stimmen holte sich die politische Gruppierung der neuen Nationalrätin in der Marktgemeinde Platz eins." http://www.rundschau.at/artikel/100918
• "LGF Astrid Stadler als Nationalrätin angelobt. Mit Freude können wir vermelden, dass unsere Landesgeschäftsführerin und Nationalrätin heute im Nationalrat angelobt wurde." http://www.aab-tirol.at/nachrichten
• "Die Junge Generation Niederösterreich freut sich nun eine Nationalrätin und damit direkte Mitgestalterin der Bundespolitik in ihren Reihen zu haben." http://www.jgnoe.at/artikel/wir-sind-nationalraetin
In der Schweiz allerdings gibt’s die Nationalrätin nicht nur unrichtig wie in Österreich, sondern semi-hochoffiziell. Selbst auf der Homepage des CH Parlaments findet sich der Satz: „Will eine Nationalrätin oder ein Nationalrat das Wort ergreifen, meldet sie oder er sich schriftlich beim Präsidenten." Der Status des Wortes entspricht dort offenbar dem des Schwyzerdütsch: zwar nicht amtlich, jedoch angesehen und auch bei offiziellen Anlässen verwendet.
Koschutnig 09.01.2014





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Freie Presse News Russwurm CryptoCoinWorm