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Karner, Karrner

der, s, die
[ karna ]

Wanderhändler


Wortart: Substantiv
Kategorie: Arbeitswelt Veraltet, Historisch
Erstellt von: wortklauber
Erstellt am: 25.07.2013
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


Bitte korrigieren: Mit -rr- vom Karren! »Karrner und Schwabenkinder«
•Südtiroler Vischgau: »Trotz ausgeklügelter Systeme der Bodennutzung reichten die Resourcen nicht aus, die Bevölkerung zu ernähren. Die Folge davon waren "Armutswanderungen" der Karrner und Schwabenkinder. Möglicherweise hat auch die Erbpraxis der Realteilung (Aufteilung der Erbschaft unter der Anzahl der Kinder) zum Entstehen des Karrnerwesens beigetragen:
Irgendwann "langte" das bisschen Geerbte nicht mehr zum Überleben. Die Menschen machten aus der Not eine Tugend und schlugen sich als kleine Wanderhändler durch, handelten mit Früchten ("Limoni und Pomeranzen" vom Gardasee), und kamen damit bis Wien und Prag. Auch lebten sie vom "Werg-Führen" (Hanf- und Leinfasern, aus denen sie "rupfene" Socken und Hosen herstellten), schlugen sich durch mit Gelegenheitsarbeiten wie Kesselflicken, Besenbinden u.a.« www.gemeinde.schluderns.bz.it/

• »Bei den Karrnern. [...] Die Karrner in Tirol sind ein eigener Menschenschlag, in ihrem Wandertrieb nicht unähnlich den Zigeunern. Vintschgau und das Innthal stellen das Hauptkontingent.«
Ein sehr netter Essay von 1890! http://www.sagen.at/texte/sagen/italien/meran/volksleben_wolf/karrnern.htm
www.sagen.at/
• Toni Pescosta: "Die Tiroler Karrner. Vom Verschwinden des fahrenden Volkes der Jenischen." Innsbruck 2003 Übrigens soll auch die "Kärntnerstraße" (korrekt österr. Aussprache war Karntner-..., denn "ä" war [a]!) ihren Namen von den Händlern mit ihren Karren am südlichen Wiener Stadttor - einst dem "Karrnertor" - und nicht vom Herzogtum Kärnten erhalten haben. 1843 schon wurde über den Namen spekuliert: »Man hat deßhalb viele unersprießliche Deutungen gemacht; nach Einigen sollte es des Getreidemarktes wegen Kornerthor, nach Andern der Landstraße wegen , die vorzüglich von Karren befahren wurde, Karrnerthor geheißen haben.« ("Wiener Volks-Kalender für Katholiken und Protestanten wie auch für Griechen, Juden und Türken auf das Jahr 1843" von Karl August Schimmer )
Koschutnig 25.07.2013





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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