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Kartandel, Kartandl

das, -s, -(n)
[ katán(d)l ]

Kartonschachtel


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Kategorie: Veraltet, Historisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 01.06.2013
Bekanntheit: 60%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (2)


7.8.2014: Der hier urspr. stehende Kommentar wurde still und leise ("hinterfotzig") wie so viele andere meiner Erklärungs- und Beispielkommentare von fremder Hand entfernt.

Ersatz:

«Der Doktor hatte sich mit höflichem Ceremoniell verabschiedet, Minna war samt ihrer vorweltlichen Pappschachtel, die sie ein „Kartandl" nannte und sich von keinem Menschen aus der Hand winden lassen wollte... »
source: Ossip Schubin, „Gräfin Erikas Lehr- und Wanderjahre“, Westermanns Illustr. Dte. Monatshefte Bd. 70 (1801)

In Pesth werden aus den Abfällen der Buchbinder und Kartenmahler, so wie aus altem Papier, Pappendeckel, Dosen verschiedener Art und Pappkästchen (Kartandel) verfertigt,
source: Jahrbücher des Kaiserlich-Königlichen Polytechnischen Instituts in Wien Jg. 5 (1824)


Vom "Kartandl", einer Kartonschachtel (DE: "Pappschachtel") blieb irgendwann offenbar nur mehr der Bedeutungsteil "Schachtel" über, nicht aber das Material, aus dem sie bestand, denn unsere "Federkartandln" waren aus Holz, schmale Kästchen mit Schiebedeckel, in denen die Bleistifte, Farbstifte und Federstile klimperten. Mit dem Verschwinden der letzten hölzernen Kartandln wohl im Laufe der 1950er Jahre verschwand auch dieses Wort fast zur Gänze.
Koschutnig 01.06.2013


Waaß´D - Koschutnig:
Bis zan Wiaschdlstãnd vom Schuids is´s vo mia dahaam guade drää Kilamedda, drum keen´ i des Wuad noo need.
Åwa: Åosschbråchemeeßig dadaad-i vuaschloogn
Ka´dãã´(n)l und bitte JA nicht so aussprechen, wie es geschrieben steht!
JoDo 01.06.2013





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