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Vorschreibung

die, -, -en

Gebührenbescheid


Wortart: Substantiv
Kategorie: Amts- und Juristensprache
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 25.12.2011
Bekanntheit: 20%  
Bewertungen: 2 3

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Kommentare (2)


Wie soll ein Staat ohne Vorschreibungen existieren? Lieferten die Bürger freiwillig und
unaufgefordert ihr Geld ab?
Trotzdem: Die "Steuervorschreibung" ist deutschen Bürgern so fremd, dass auf LEO gerätselt wird: " 'tax carrying forward', wenn unter '-vorschreibung' das gleiche zu verstehen sein sollte wie unter '-vortrag' (z.B. 'Verlustvortrag')
"
http://tinyurl.com/cbqcx92
Doch wenn unsere Nachbarn auch keine "Vorschreibungen" erhalten, ums Zahlen kommen auch sie nicht herum.
Koschutnig 25.12.2011


Marille und Marmelade ja, Vorschreibung nein?
1835: Weitere 47 mal „Vorschreibung“ findet man da auch noch, Duden online aber weigert sich, das österr. Wort „Vorschreibung“ zur Kenntnis zu nehmen und beschränkt sich auf das Verb."vorschreiben":
"3. behördlich zur Zahlung verpflichten
Gebrauch österreichisch"

§. 48 Die Vorschreibung der Gebühren ist nur in dem Fall nöthig, wenn hiernach die Berichtigung erst erwirket werden soll. Nach der zur Gänze erwirkten Berichtigung sind zwar die Posten und Summen der Vorschreibung mit jenen der Abstattung ganz gleich, daher doppelt gleichlautend; doch kann wegen dieser später eintretenden Gleichheit eine Vorschreibung nicht als überflüßig angesehen werden
source: Wenzel Exeli, Grundsätze der landwirthschaftlichen Verrechnung (1835)

Noch ein paar österr. Verwendungen: https://tinyurl.com/y8g4fe5p
Koschutnig 26.03.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Alooha The Scrum Master Urbanes Wörterbuch