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Putz, Butz, Buz

der, Gen. unüblich, -1

Polizist


Wortart: Substantiv
Tags: Kärnten,u.a.
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 24.09.2011
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (5)


Völlig wertfreie Vereinfachung des Dreisilbers 'Polizist'
und in keinerlei Zusammenhang mit dem jiddischen "Putz" [pυts, pΛts]
wie bei
Judith Krantz (geb. Judith Tarcher): " 'You,' she said, enunciating clearly, 'are a putz, a schmekel, a schmuck, a schlong, and a shvantz. And a WASP putz, at that'" (Aus: "Scruples", 1978). http://tinyurl.com/3nu985d
Koschutnig 24.09.2011


Siehe auch Butz
Da dürfte es ein Problem mit der Suche geben.
Es gibt einen Eintrag aus Innsbruck-Land:
Österreichisch: Butz , der , -es , -
Aussprache: Buutz
Deutsch: Polizist, Polizei
(Butz)

Den finde ich über Google, aber nicht über die Suche hier.

Das Wort gibt es auch auf oewb.retti.info:
Butz - Polizist
(ohne Belegstelle)
( http://oewb.retti.info/oewb-public/show.cgi?lexnr=gqyLCZ/nQR6fZIrdkxPBrYgN5PAbyGb1Yz7WRMJunr6Fo5B2zJTzKQ==&pgm_stat=show)

Dabei ist die Bekanntheit nach Bundesländern sehr verschieden. Scheint in Tirol allgemein bekannt zu sein, auch noch in Kärnten und der Steiermark, sonst nicht.
Die Nordtiroler würden "Buutz" oder "Buz" schreiben, während Südtiroler, Kärntner und Steirer für "Putz" sind.
Aus Südtirol:
Putz, Karpf - Polizist (Karpf von Carabiniere?)
( http://oschpele.ritten.org/?site=10&list=P),
aus Kärnten:
Putz - Polizist
( http://villacher.net/weatabuach/wbuach.asp?suachn=polizist&bt=Suach!&cbxdeu=on&cbxvtx=on)
SeppSD 25.09.2011


Ei, verflixt!
Lang hab ich gesucht, aber weder unter "Butz" noch unter "Polizist" hab ich den "Butz"-Eintrag gefunden!Danke, SeppSDEine alphabetische Zusammenlegung im Wörterbuch von B-/P- bzw. D-/T- wär halt schön!Doch als Kuriosum: Beim Googeln stieß ich auf die Polizei des Schweizer Dorfes Putz mit rund 80 Einwohnern, eine Fraktion der Gemeinde Luzein. http://tinyurl.com/6ctuvgbDoch unser Rechtssystem kennt den Begriff (indirekt): Aus einem OGH-Urteil v. 27.9, 2007:Danach haben [...] III. Markus O***** und Daniel G***** am 23. Juni 2006 nach der unter Punkt I 1 angeführten Tat Michael M***** und Heinrich S***** durch gefährliche Drohungen, nämlich Markus O***** durch die Äußerung, wenn sie zur Polizei gingen, dann wüssten sie schon was passiere, während er seine Softgun-Pistole gegen sie richtete, und Daniel G***** durch die Äußerung: „Wenn's zu die Butz gehts, seids hin!", zur Unterlassung einer Anzeige wegen des unter Punkt I 1 geschilderten Raubes zu nötigen versucht.


http://tinyurl.com/6lwk4c3
Koschutnig 25.09.2011


Ich hab´s auch noch nicht gehört,
aber im Waldviertel dürfte das bekannt sein:
Kapplständer, Kiberer, Putz - Polizist
http://www.motorwaldviertel.at/motorrad/bikerabc/index.html
JoDo 28.09.2011


Putz und Raber = "Räuber und Gendarm"
Ich kenne leider diesen Ausdruck auch nicht, doch auf
http://titilaflora.net/tag/nusse/
kann man folgenden Satz finden

"... die Kinder vergnügten sich draußen am Hof mit Verstecken spielen oder “Putz und Raber” (Räuber und Gendarm)."
Hoerersdorf 29.09.2011





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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