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Raindling



Hefekuchen


Erstellt von: Bilgelik570
Erstellt am: 18.03.2011
Bekanntheit: 50%  
Bewertungen: 6 4

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Reindling
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Kommentare (4)


Sehr erhellend:
Da Reindling oda Bogatscha is a Oat Guglhupf aus da Kärntna Kuchl.

Da Naum Reindling kummt vom Reindl (runde Häfalfuam), in dem a ausabocha wia. Er haßt owa aa Bogatscha oda Bohatscha vo slowenisch Pogača und Woazas oda Woazan (vom Woazn).

Da echte Kärntna Reindling wiad in ana rundn Reindlfuam bocha, ohne Loch in da Mittn. De tradizionölle Reindlingfuam woa aa no mit christlichn bzw. heidnischn Symboin vaziat. Heit wiad da Reindling oft in ana Guglhupffuam gmocht, wos fia maunche a Sakrileg is.[1]

Da Reindling wiad aus Germdag gned und mit Butta, Zimt, Zucka und Rumrosinen gfüd. Oft kumman zua Füllung aa no Woiniss dazua. Da Dag wiad eigroit und in ana rundn Fuam ausabocha.

In Kärntn gheat da Reindling zu vün Festn und Feian, is owa aa bsundas mit Ostern vabundn. Zauman mit Schinkn, Brod, Kren und Eian is a tradizionö zur Osterweihe trogn und daun bei da Osterjausn gessn wuan. Er is in Kärntn owa aa a beliabts Jausngebäck zum Müchkaffee.
klaser 24.03.2011


Karntnerisch is tös åba wiakhlih net!

"Der Artikl is im Dialekt Weanarisch gschrim worn." http://bar.wikipedia.org/wiki/Reindling

3 (!) Reindling-Einträge haben wir aber schon, und 2 davon - "Osterstollen" und "flacher Gugelhupf, Napfkuchen" - sind schauderbar!
Und der hier würde zwar in die Aussprachezeile passen, doch als Eintrag ist er erschreckende, denn hat er doch nichts mit einem Rain = Abhang zu tun! Da ist jeder Supermarkt- und Diskonter-"Reindling" noch besser!
Koschutnig 24.03.2011



JoDo 24.03.2011


Nun aber wirklich alles zum Thema Reinling (bis auf die Rezepte)
Auszug aus dem Kochbuch “Vom Essen auf dem Lande” – Franz Maier-Bruck:

“.... leitet sich die richtige Schreibart “Reinling” von der Reine ab, der flachen Schüssel, in der das Gebäck gebacken wird und nach der es seinen Namen erhielt. Die traditionsreiche Stellung des Reinling wird dadurch bestätigt, dass er bei fast allen Festtagen im Jahres- und Lebenskreislauf in Kärnten eine wichtige Rolle spielt....
“Kärntner” Reinling wird er jedoch meist von den Nichtkärntnern genannt, denn der Kärntner selbst bezeichnet ihn nach dem Mehl: “W(o)azan” (aus Weizenmehl), “Türkenrinling” (aus Maismehl); nach der Backform: “Reinling”, “Schirbling”, “Schartl”; nach dem Zweck: “Weichnreinling” (für den Weihkorb zur Osterweihe), “Gotenreinling” (als Patenspende zu Ostern, Allerheiligen), “Wanderreinling” (zu Lichtmess, Termin des Dienstbotenwechsels).
Der Rosentaler Ostereinling heisst “Praitel” und hat einen Durchmesser von 1 m.!
“Kosterle” heissen die in kleinen Schalen gebackenen Reinlinge, die früher jeder zu seinem Osterei bekam (so im Nochgebiet um Bad Kleinkirchheim). Auch am Stephanietag holten sich die Burschen diese “Kosterle” von ihren Dirndln ab, bei denen sie es sich “angfriemt” (bestellt) haben. Auch der Palmbuschenträger bekam am Palmsonntag einen Reinling als Behlohnung. Gab im Rosental ein Mädchen am Ostermontag einem Burschen einen Reinling-Anschnitt bzw. ein Scherzel, galt das als Zeichen ihrer Zuneigung.
..... Wie schon erwähnt, gibt es noch verschiedene andere kleinre Reinlingformen, so für die “Reinkelen” (“Reinggele”, “Rankele”). Von denen gibt es: Zuckerreinkalan, Schmalzreinkalan, Die Formen für die beiden haben verschiedene Ausmasse, gemeinsam ist, dass sie oben breiter als unten sind, sodass die Reinkalan (so spricht man sie in der St. Veiter Gegend aus) beim Stürzen etwas zugespitzt sind. Für die Herzreinkalan nimmt man logischerweise eine Herzform.

Der wohl bekannteste Reinling ist der “Rosentaler Hochzeitsreinling”, für den es eine eigene “Hochzeits-Reinlingform” gibt., der in der Mitte einen geraden, breiten Zapfen hat. Er wird mit bunten Bändern umwickelt und mit Blumen geschmückt und rundherum noch mit äpfeln, Nüssen, gedörrten Zwetschken und Kletzen belegt.

Abgebildet in meinem Kochbuch ist dann noch eine Hochzeitsreinlingform aus Schwarzhafnerkeramik aus dem späten 18. Jhdt. (Völkermarkt) mit einem Durchmesser von 74 cm, der am Boden flächenfüllende Ornamente aufweist.
Weibi 01.04.2011





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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