3.3 stars - 3 reviews5

Koprophor

der, -s, -e
[ Komprofor, Koprofor ]

Mülltonne


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Kategorie: Stadt
Erstellt von: Finstermacher
Erstellt am: 12.07.2010
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 2 0

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Dieses Wort kann mit den Informationen auch als PDF ausgegeben werden: PDF von Koprophor

Kommentare (4)


Koprophor - außerhalb von St.Pölten praktisch unbekannt?
Um die Wende zum 20. Jahrhundert gab es in Wien das von einem gewissen Alexander Hartwich unter dem Namen »Koprophor« propagierte Müll-Entsorgungssystem. Weil die Sammelbehälter nicht entleert, sondern zur Gänze ausgetauscht wurden, trat dabei zwar kaum Staub oder Gestank zu Tage, doch die Methode war recht kostspielig. So wurde 1918 entschieden, das in Köln bereits bewährte »Colonia«-System in Wien zu testen. Dabei wurden die Sammelbehälter in Müllwägen mit einer speziellen Staubschutzvorrichtung entleert. In den folgenden Jahren wurden in sämtlichen Innenhöfen »Colonia-Kübel« aufgestellt. Mehr als 170.000 waren es, als 1923 die Umstellung auf das bis heute gebräuchliche System abgeschlossen war.

Dass sich die Bezeichnung "Koprophor" gerade in St.Pölten so lange hielt, muss wieder einmal damit zu tun haben, dass wir hier ständig einige Jahre hinten sind - entschuldigung - waren. Denn das hat sich ja doch wohl in den letzten Jahren geändert, oder?
Finstermacher 12.07.2010


tatsächlich
noch nie vorher gehört ... na sowas!
Die Koloniakübel heißen bei mir noch heute so.
JoDo 12.07.2010


Der Worterfinder
war mit seinen Griechischkenntnissen wohl sozusagen so was wie ein Humamist?(Wörtlich heißt´s "Scheiße-Träger", etwas weniger alltagsvulgär "Kot-Träger", vgl. "Ein Sackerl fürs Gackerl").Der große Spötter Karl Kraus wusste 1900 allerdings, was gemeint war, als er und seine "Fackel" attackiert wurden: "Nun ist freilich Anfang October in der »Deutschen Zeitung« ein Feuilleton »Der Koprophor« erschienen, das sich mit der »Fackel« befasst, — die höhnisch einem Kehrichtapparat verglichen wird. [...]Sie erklären den Kampf gegen die Corruption an sich, das Kehrichtfegen als solches — auch wo´s sich nicht um den Wiener Straßendreck handelt -— für überflüssig, ja
gemeinschädlich. "
http://joes.www2.50megs.com/koprophor.html
Koschutnig 15.07.2010


Als alte St. Pöltnerin wäre ich nie auf den Gedanken gekommen dass es den „Koprophor“ nur da geben könnte?
Vor allem die Großmutter Jahrgang 1881 hat nie ein anderes Wort benutzt, die Eltern auch nicht.
User22887N61 02.05.2020





Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das österreichische Deutsch, oder einfach Österreichisch, zeichnet sich durch besondere Merkmale aus. Es besitzt einen einzigartigen Wortschatz, bekannt als Austriazismen, sowie charakteristische Redewendungen.

Die Eigenarten von österreichischem Deutsch gehen jedoch über den Wortschatz hinaus. Sie beinhalten auch Grammatik und Aussprache, inklusive der Phonologie und Intonation. Darüber hinaus finden sich Eigenheiten in der Rechtschreibung, wobei die Reform von 1996 gewisse Grenzen setzt.

Das Standarddeutsch des Österreichischen ist von der Umgangssprache und den in Österreich gebräuchlichen Dialekten, wie den bairischen und alemannischen, klar abzugrenzen.

Dieses Online Wörterbuch der österreichischen Sprache definiert sich nicht wissenschaftlich, sondern versucht eine möglichst umfangreiche Sammlung an unterschiedlichen Sprachvarianten in Österreich zu sammeln.

Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

Hinweis: Das vom BMBWF mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Dienste sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als Standardwerk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprache interessierten Personen.