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Zecker, Zegger, Zöger uạ.

der, -s, -1
[ tseka, tsegga, tsega, tsöga, ]

Ranzen, Tragkorb u.ä.


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Dialekt
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 07.05.2010
Bekanntheit: 17%  
Bewertungen: 1 4

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Kommentare (9)


In Kärnten meist "Zecker [tse:ka]", vgl.
"Zeger*Zäger" = "kleine Tasche, Beutel" ( Eintrag Brezi),
"Zecka" = "kleine Tasche, Rucksack" (Eintrag tvinz)
"Zegern" = "Schultertasche, Rucksack" (Eintrag bleame)
Koschutnig 07.05.2010


Bei uns war´s eindeutig der
Zeega
sorry
JoDo 09.05.2010


9 x steht "Zecker"
("eine Art tragbarer Behältnisse") auf S. 130/131 in der "Erklärung der heiligen Regel der mindern Brüder" von Pater Aloys Adalbert Waibel (Füssen 1828) hier: http://tinyurl.com/akpf9o6
Koschutnig 09.05.2010


Sorry dafür,
dass ich keine bessere Beurteilung abgeben kann.
Für mein Wienerisch werde ich mich doch (hoffentlich noch) nicht entschuldigen müssen ...
JoDo 10.05.2010


Südliche Vielfalt:
Laut Schöpf in Tirol: "Zegger"
nach Lexer in Kärnten: "Zeggar"
nach Pohl in Kärnten: "Zeker"
nach Schmeller in Bayern: "Zegra"nach Weinhold in österr. Schlesien: "Zeker"nach Striedter-Temps in der Steiermark "Zecker" und in Wien: "Zöger" http://tinyurl.com/6yqzg6h
Koschutnig 11.05.2011


Zöger (Zeger) - Ausspracha: Zeega, Zeegan
lt. Retti:
große Tragtasche (oft aus Schilf- oder Korbgeflecht) - früher z.B.: Tragkorb des Fleischhauers
biba 07.11.2012


Als "offizielle Schriftform"
hab ich jetzt doch "Zecker" eingefügt, schließlich findet das Wort sich mehrfach so in der Literatur, etwa auch im Wiener Böhlau-Verlag in der dort erscheinenden ZS für Siebenbürgische Landeskunde (7. Jg.,1984) : "Diese Arbeiten sind bei allen Zeckerformen gleich. Bei den 'lésztnsäxn' (auf Leisten geflochtene Zecker) werden nach der Fertigstellung des Bodens die Zeckerschalen entsprechend der Leistenform gebogen" http://tinyurl.com/aectau4

Selbst bei H.C. Artmann: der hausvater tritt über die schwelle und sagt frau ich habe einen wasserdichten zecker gefunden ( "Grammatik der Rosen", Ges. Prosa, 3. Bd., Salzburg 1997, S. 213)
Koschutnig 07.11.2012


Ich bin im Burgenland aufgewachsen, und von meiner ungarischen Oma habe ich immer nur das Wort "Zecker" für Einkaufsnetz gehört. Sie hat zwar mit mir deutsch gesprochen, aber ich dachte, das Wort "Zecker" hätte sie aus dem Ungarischen übertragen.
la.dottoressa 18.01.2015


Im Bezirk Murau wird es eher "Tseigga" aufgesprochen (wobei das gg sehr hart ausgesprochen wird und in keinster Weise wie z.B. UhrZEIGER; eher wie der Nachnahme Egger, der ja auch "Eigga" ausgesprochen wird).
"Buggltszeigga" (quasi Buckelzecker).
Huser5464gj 25.02.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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