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Pikkolo

der, -s,

Kellnerlehrling


Wortart: Substantiv
Kategorie: Arbeitswelt
Erstellt von: albertusmagnus
Erstellt am: 28.11.2009
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (1)


Duden online: Pic­co­lo, Pik­ko­lo, der
Wortart: Substantiv, maskulin: 1.) Kellner, der sich noch in der Ausbildung befindet
Vom Duden empfohlene Schreibung: Piccolo
Bedeutung:
1.) Kellner, der sich noch in der Ausbildung befindet
2.) (umgangssprachlich) kleine Flasche Sekt
http://www.duden.de/rechtschreibung/Piccolo_Kellner_Sektflasche

Wikipedia: "veraltet"

Österr. Piccolo > Pikkolo
in:
* "Kollege kommt gleich", Film 1943 http://www.imdb.com/title/tt0036081/
* Manès Sperber:
"Und auch der jüngste Pikkolo wusste, dass Josef, wenn er nach beendeter Mahlzeit
die lange Virginia brachte, sie zuerst dem Professor unter die Nase zu halten hatte"
source: Manés Sperber, "Wie eine Träne im Ozean" (1976) S. 136


* Georg Markus:
"Jeder Pikkolo des Restaurants, in dem Redl speiste, hätte es verraten können"
source: "Georg Markus, Der Fall Redl" (1984) S. 167

*
"Ich drängte meinen Vater, dass er mich als Pikkolo in einem Restaurant
unterbringe."
source: Alois Burtscher
*
"Wie eine kleine Bombe stürzte ein Pikkolo herbei"
source: Fliegende Blätter, Bd. 131‎ (1909) S. 79


In Deutschland veraltend bis ausgestorben:
Kurt Tucholsky:

Von Kellnern , die dem Piccolo heimzahlen , was sie auszustehen hatten ?
source: Die Weltbühne (20.05.1920)


Victor Klemperer:

Ungeheure Zärtlichkeit des Kellners u. Piccolos zu dem Kind, das sie zweimal zur Toilette brachten. . Der Piccolo strahlte, trug das Kleine küsste es
source: Victor Klemperer, Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Tagebuch 1926, S. 23


Wolf von Baudissin:

Die Erziehung der Kellner ist bei uns , von den feinen Restaurants und Hotels abgesehen , fast durchgängig eine ganz miserable . Die jungen Burschen , die » Piccolos « , lernen so gut wie nichts , niemand bekümmert sich um ihre Ausbildung , der Wirt und das übrige Personal nützt nur die Körperkraft der kleinen Kerle nach Möglichkeit aus
source: Wolf von Baudissin / Eva von / Baudissin, Spemanns goldenes Buch der Sitte, Berlin, Stuttgart 1901

Koschutnig 29.11.2009





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: The Scrum Master The Free Press News Technikwerker