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Vorrückungsstichtag

der, -s, -e

fiktiver Dienstantrittstermin von Beamten


Wortart: Substantiv
Kategorie: Arbeitswelt Amts- und Juristensprache Veraltet, Historisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 04.02.2009
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (3)


"Der Vorrückungsstichtag ist dadurch zu ermitteln, dass - unter Ausschlusss der vor der Vollendung des 18. Lebensjahres liegenden Zeiten und unter Beachtung der einschränkenden Bestimmungen der Abs. 4 bis 8 - dem Tag der Anstellung vorangesetzt werden:..."
source: Jusline.at

Der Vorrückungsstichtag ist quasi der besoldungsrechtliche Geburtstag im öffentlichen Dienst. Bei Eintritt erfolgt die Einstufung je nach Vordienstzeiten beginnend mit dem 18. Lebensjahr. Alle 2 Jahre erfolgt dann die Vorrückung in die nächste Gehaltsstufe.
source: AUF – Freie Exekutiv-Gewerkschaft

Koschutnig 04.02.2009


"Historisch"
EugH - Urteil: Vorrückungsstichtag wird "Besoldungsdienstalter" […]
Bisher wurden die Ausbildungszeiten, bestimmte Vordienstzeiten und so genannte "sonstige Zeiten" für Berechnung des „Vorrückungsstichtages“ herangezogen.
Ausbildungszeiten werden nun nicht mehr auf die Dienstzeit angerechnet, sondern über verbesserte Gehaltsansätze abgegolten. Sonstige Zeiten fallen zur Gänze unter den Tisch.
Die neuen Gehaltsansätze und Gehaltstabellen entsprechend des neu zu berechnenden „Besoldungsdienstalters“ sollen laut Regierungsvorlage auch für bestehende Dienstverhältnisse gelten
source: ÖLI-News
Das neue "Besoldungsdienstalter" ist übrigens nicht auf österr. xxx (Müll?- nein!) gewachsen, sondern ein Begriff aus dem deutschen Besoldungsrecht.
Koschutnig 03.07.2015


2018 be-richtet ein Richter i.R.:
Bei der Berechnung der Gesamtdienstzeit war der sogenannte Vorrückungsstichtag relevant. Dieser war abhängig von einer fiktiven Einordnung in den Bundesdienst. Vom 31. Oktober bis 31. März hatte man Stichtag 1. Jänner, von 1. April bis 30. September hatte man 1. Juli als Vorrückungsstichtag.
source: Georg Grünstäudl, Richterauswahl und Richterausbildung im Systemvergleich

Siljara 04.11.2019





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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