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mahren



Erscheinen eines Sterbenden im Traum oder als Vision


Wortart: Verb
Tags: tirolerisch
Kategorie: Zwischenmenschliches Veraltet, Historisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 12.06.2008
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (4)


Ratschlag Duden befolgt...
http://www.duden.de/rechtschreibung/abmahnen
Bilgelik570 17.10.2011


Ein Gebet für die arme Seele
ist angebracht von jemandem, dem es mahrt.
Als Vorboten eines Sterbefalls galten im Alpenraum des 19. Jh. von selber erlöschende Kerzen, von der Wand fallende Bilder oder Spiegel, zur Unzeit blühende Pflanzen, plötzlich aufgehende Fenster, unheimliche Tischlergeräusche oder auch ein bei Tisch aus der Hand fallender Löffel. Todesvorboten waren ebenso Träume von Wasser oder weißer Wäsche oder von bereits verstorbenen Verwandten und Bekannten.
Wenn sich aber eine bereits im Sterben liegende Person bei ihren Verwandten und Bekannten im Traum oder als Vision zeigte, um Abschied zu nehmen, wenn es einem also "mahrte", dann war es höchste Zeit für ein Gebet für den Sterbenden.

(Quelle: Susanne E. Rieser: "Sterben, Tod und Trauer. Mythen, Riten und Symbole im Tirol des 19. Jahrhunderts", Diss. Innsbruck 1991, S. 99)
Koschutnig 17.10.2011


Albtraum
im Tiroler Wort "mahren" steckt noch der/die "Mar", wie die "Trud" ein Pendant zum Alb, die alle die üble Angewohnheit haben, sich dem Schlafenden auf die Brust zu hocken, was dann den Albtraum, englisch "nightmare" hervorruft.Zum Alben sind die weibl. Gegenstücke die Elfen (von der Stengel>Stängel - Gemse>Gämse-Rechtschreibreformkommission offenbar übersehen), und Herder missverstand etwas, als er aus dem dän. Elfenkönig, dem Ellerkonge, einen Erlenkönig machte, den dann Goethe zum Leidwesen vieler Schülergenerationen...Zu derlei lästigen Holden/Unholden s.a. Wikipedia-Artikel "Nachtalb" und "Druden"
Koschutnig 28.10.2011


Unbekannt,
trotzdem erstklassig!
JoDo 28.10.2011





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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