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Lappalịe

die, -n
[ Lappaliie, Lappalie ]

Lappạlie


Wortart: Substantiv
Erstellt von: bessawissa
Erstellt am: 28.05.2007
Bekanntheit: 93%  
Bewertungen: 3 0

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Kommentare (2)


Kann sein, daß das ein sehr lokal eingrenzbares und damit unbedeutendes Wort ist, aber ich habe diese (bewußte) Verzerrung des Wortes "Lappalie" im breiten, eher tiefen Wiener Dialekt gehört. Womöglich liegt auch nur ein Wortspiel vor wie bei "zum Bleistift" oder "Intellenz", "Unität" oder Ademie" :-) Abgesehen davon gibt es ja richtig schwierige Worte, wie z. B. Linoleum, das je nach Bildungsstand, Lust, Laune und geographischer Breite am "o" oder am "e" betont wird. Warum wird übrigens Dorotheum am "e" und Petroleum am "o" betont? (Ich weiß es nicht.)
bessawissa 28.05.2007


Petroleum, Dorotheum
Dorotheum wird wie Museum betont, weil es eine Parallelbildung zu allen sonstigen griechischen Örtlichkeitsbezeichnungen auf "-eion' wie 'Erechteion, Ode(i)on usw. ist.

Petroleum kommt hingegen von petra (Stein) + oleum (Öl), ist also lateinisch und heißt nichts anderes als Stein- oder Mineralöl. Und da das e in 'oleum' kurz ist, wird nach allen Regeln von Gaar-Schuster-Studeny das o betont. So einfach kann es sein.

Die in Wien fast richtige Falschbetonung "von Linoleum" (linum = Lein oder Flachs, also bedeutet Linoleum "in ausgehärtetes Öl getränktes Leingewebe, was es ja früher auch war). hat eine gute Seite, sie ermöglichte nämlich Maxi Böhms Worterklärung: Mausoleum = Bodenbelag für Nagetiere. Und wenn wir schon beim Spinnen sind: würde Petroléum am e betont, dann müsste man es deuten als "Tempel der Erdölindustrie", und da gäbe es einige Gebäude auf der Welt, die diesen Titel verdienten.
Brezi 28.05.2007





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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