Thema: Begriffe in Theaterstücken

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Begriffe in Theaterstücken
21.03.2006 von Russi

Begriffe in Theaterstücken
21.03.2006 von Russi

Hallo, per E-Mail hat mich eine Anfrage bezüglich einiger Begriffe aus Theaterstücken erreicht. Da mir die Begriffe unbekannt sind, stelle ich sie hier einfach mal zur Diskussion.

1. Jokaz: (in einem Maskenzug)
"Aus dem Hintergrunde treten rasch auf Alma als Indianerin Heinecke als Pierrot. Michalski als Harlekin Frau Heinecke als Türkin und Auguste als Jokaz, außer Alma haben Alle beim Auftreten die Gesichtmasken vor "

2. derout: (ein alter, abgehalfterter Deutschmeister):
"Pepi Frischauf (ziemlich derout gekleidet, weißen Rock, blaue Holzmütze, kecke Sechser)."

3. Erlume: (weibliches Bekleidungsstück, Schal oder Tuch? Vielleicht auch ein Tippfehler??)
"Salome: Herr Scheyer, das ist mir egal. Aber sie tun mir doch den Gefallen, sie wissen, sie zeichne ich aus vor allen. Und wer weiss wenn ich morgen schoppen gehe, und um zwölf sie auf der Götestr. sehe, ich lächle vielleicht, lass meine Erlume fallen."

4. Zacherlpulver: (Mittel gegen Flöhe, hier scherzhaft auf den übertragenen Sinn angewandt?)

"Der Rumi geht herum so wie verloren,
De Mad hat ihm e Floh ins Ohr gesetzt,
Ich streu’ ihm Zacherlpulver in die Ohren,
Der Floh der muß eraus und das gleich jetzt."

Zacherlpulver
27.06.2006 von JoDo

Zacherl, Johann Evangelist

Zacherl, Johann Evangelist, * 1814 München (Deutschland), † 30. 6. 1888 Wien, Fabrikant. Entwickelte ein wirkungsvolles Mottenschutzmittel aus Chrysanthemenblüten; sein Firmengebäude (Wien 19) ließ er 1888-92 in islamischem Stil von K. Mayreder, das Bürogebäude ("Zacherl-Haus", Wien 1) 1903-05 von J. Plečnik errichten.

Literatur: K. Sotriffer, Die Blüte der Chrysantheme. Die Zacherl - Stationen einer anderen Wiener Bürgerfamilie, 1996.

http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.z/z014644.htm


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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