Osterstollen? [ von Koschutnig am 2010-04-14 15:12:24 ]
Sitzengebliebener Guglhupf? Napfkuchen? (Eintrag Helene T.) - Jessasmarandjosef!!!
Wie´s geht?
Also zuerst einmal einen schönen Germ-(=Hefe-)teig machen, fingerhoch zu einem runden Fleck ausrollen, reichlich (!) mit Birnmehl oder Johannisbrot- (=Karobe-)mehl oder - so meistens heutzutage - mit Zimt und Zucker und mit reichlich (!) Rosinen bestreuen (original waren es getrocknete Schwarz-/Heidelbeeren oder "Granten", d.i. Preiselbeeren).
Das wird dann schräg zu einer Wurst zusammengerollt und diese Schneckenform in eine mit Schmalz dick bestrichene
REIN (Duden: "flacher Kochtopf") gelegt und gewartet, bis das wieder auf etwa doppelte Höhe aufgegangen ist. Sodann bei guter Hitze ca. 1 Stunde ins Rohr, dann in der Form langsam abkühlen.
Der richtige Kärntner Rein(d)ling darf in der Mitte kein Loch zeigen. In einer schweren Steingut- oder Eisenrein kriegt er eine bes. knusprige Rinde.
Die jetzt häufige Verwendung einer Gugelhupfform anstelle der Rein gehört zwar zu den Todsünden, denn dann ist der "
Rein(d)ling" ja zu einem Guglhupfling verkommen; er schmeckt aber doch noch ganz passabel und schaut recht nett aus.