Ins Narrenkastl schaun - Luftschlösser baun, in eine Richtung starren

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Ins Narrenkastl schaun - Luftschlösser baun, in eine Richtung starren


Österreichisch :

Ins Narrenkastl schaun

Deutsch :

Luftschlösser baun, in eine Richtung starren

 
Eingereicht von :System ( Region : KEINE ANGABE)
Eingereicht am :2006-01-08 21:22:27
Verwendung :-
 
Kategorien : noch keine Kategorie




Kommentare
INS Narrenkastl schauen [ von joeditt am 2010-08-01 14:13:34 ]
Also ich hab nie "Narrenkastl gschaut" - das hieße nämlich: ein Narrenkastl (nur) ansehen, also rein äußerlich betrachten. Hingegen habe ich vermutlich den größeren Teil meiner Kindheit hindurch wie hypnotisiert (war eine Art angstbedingter Wirklichkeitsflucht) tagträumend INS Narrenkastl geschaut (also hinein, NICHT von außen darauf). Was mir auch logisch erscheint: von außen könnte dieses imaginäre Gebilde ja ziemlich uninteressant sein - innen hingegen breiten sich die Fantasiewelten aus, für die es steht. Auch bei einer Schatzkiste sind schließlich die kunstvollsten Beschläge weit weniger interessant als der (mögliche) Inhalt - selbst wenn sie leer ist, wiegt eben die Enttäuschung oder die Vorstellung des vermissten Schatzes immer noch mehr als eine noch so bemerkenswert gestaltete Hülle. Im Leben wie in Metaphern erhalten Behältnisse bzw. Hohlgebilde stets nur durch ihren (möglichen) Inhalt Bedeutung. Sogar dann noch, wenn er fehlt.

Daher muss es vollständig heißen:
in (da)s Narrenkastl schau(e)n
Ja eh - [ von klaser am 2010-08-01 23:58:30 ]
"Schaust scho wieda ins Narrnkastl?" und ähnliche aufmunternde Bemerkungen sind mir auch in (un)guter Erinnerung.
Beurteilungen
2006-01-09 06:13:07(Graz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2006-05-12 06:44:52(Graz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-03-10 14:04:06(): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-03-21 16:31:02(Wels(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=20%
   
2008-02-11 13:38:07(Linz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-05-04 01:04:23(Salzburg(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2010-08-01 14:36:39(Wien 2.,Leopoldstadt): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2010-08-01 23:53:51(Wien 12.,Meidling): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2011-05-23 15:50:01(Mistelbach): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-03-14 21:03:42(): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
Ins Narrenkastl schaun

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.