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jucken, juckt, das juckt mich nicht... : interessieren, interessiert, das...


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jucken, juckt, das juckt mich nicht...

[ juckn., juckt, des juckt mi net ]
interessieren, interessiert, das interessiert mich nicht...


Erstellt von: nachita am Mar.2012

Links: Österreichisches Wörterbuch : jucken, juckt, das juckt mich nicht... V W

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Bekanntheit

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Überall zuhaus.
* Duden: [3.]
a.(umgangssprachlich) jemanden reizen, etwas Bestimmtes zu tun
b.(umgangssprachlich) jemanden als etwas Erstrebenswertes reizenBeispiele:
• es juckte ihn, zu fragen, was vorgefallen war

• ihn juckt das Geld, das es bei der Sache zu verdienen gibt
• das juckt (kümmert) mich nicht


* DWDS: bildlich, umgangssprachlich: etw. reizt jmdn. (übertragen) es juckt jmdn., etw. zu tun, es juckt jmdn. nach etw. es reizt, gelüstet jmdn., etw. zu tun, jmd. möchte gern etw. tun
* Wiktionary: Bedeutung[3] übertragen: reizen, interessieren Gebrauch
umgangssprachlich.


Beispiel:
[3] Eine Reise nach Südamerika würde mich schon einmal jucken.


* Die ZEIT (6.4.09): Viele nahmen ihm übel, mit der Unterschriftenaktion ausländerfeindliche Ressentiments geschürt zu haben, doch das juckte Koch wenig. Er habe bewiesen, dass die Union "kampagnenfähig" sei, sagte er damals häufig.* Die ZEIT:(30.1.09):Europa hat schon genug damit zu kämpfen, seine Verträge (Lissabon) an seine Kunden (Iren, Tschechen, Deutsche) zu bringen. Wen jucken da die Schweiz und ihre komischen » Bilateralen «?* SPIEGEL (3.4.19899): Recht hat sie, die Autorin, aber wen juckt ihr Haß? Warum muß sie es auch allen recht machen... * Hermann Kant, DDR-Autor: ...solle man ihn ruhig nicht für einen Studenten halten, das jucke ihn nicht im geringsten und werde sich schon auf andere Weise erklären lassen,... ("Die Aula", Berlin: Rütten & Loening 1965, S. 388)* Martin Walser: Er würde diesen Schwur leisten und ihn halten, sosehr es ihn auch juckte , seinen Altersgenossen endlich einmal aufzutischen, daß er... ("Ehen in Philippsburg", Frankfurt/Mai: Suhrkamp 1957, S. 30)

von Koschutnig am Mar.2012

 
+1
estarreichisch is wos aundas...
Die Phrase ist wohl überall im deutschsprachigen Raum verbreitet, "aba dett juckt Dir wohl nich, wa ?"
von nicolai am Mar.2012

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.