DWDS:" verächtlich für ‘Ladendiener’ (um 1700). " [ von Koschutnig am 2011-12-12 17:01:53 ]
Wenn das ein österr. Begriff wäre, wäre er eine Hybride, ein Zwitter oder ein Bastard, halt einfach ein Bankert, denn "Laden" ist definitiv kein österr. Begriff, auch wenn Österreich sich gerne als "Feinkost
laden Europas" sieht und auf Grund des österr.
"Ladenschlußgesetzes", BGBl Nr. 156/1958, "der Landeshauptmann von Wien" (Jonas) am 14. Jänner 1959 eine "Verordnung über den Ladenschluß an Werktagen" ("Wiener
Ladenschlußverordnung") erlassen hat( Landesgesetzblatt für Wien, Jg. 1959, v. 28. 1. 1959). Daraus ist zu ersehen, dass es nicht nur bereits 1952 eine "Wiener Ladenschlußanordnung" gegeben hat, sondern dass schon im "Landesgesetz- und Verordnungsblatt für Österreich unter der Enns" Nr. 390 v. 11.12. 1919 der
Ladenschluss im Handelsgewerbe für das Gebiet der Gemeinde Wien geregelt worden war.
Einigermaßen sympathisch hingegen wird das Jahr 1926 und ausnahmsweise auch das ominöse Jahr 1934, da "der Bürgermeister von Wien als Landeshauptmann" in zwei Verordnungen (die 1. von Karl Seitz und nach dessen Verhaftung im Feber ´34 die 2. von Richard Schmitz)
"betreffend den Laden-(Geschäfts-)schluß der Benzinzapfstellen auf der Straße" (11.2.1926) und
"den Laden-(Geschäfts-)schluß und die Sonntagsruhe beim Straßenhandel mit frischgerösteten Kastanien" (22.8.1934) geregelt hat, womit also für die Einheimischen und des Deutschen nicht wirklich Mächtigen das schauderbare Wort "Laden" durch das vertraute "Geschäft" erklärt wurde (§ 19 Abs.2 lit. b, c, Wiener Ladenschlußverordnung). http://tinyurl.com/6ufltya