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Wirbel

der, -s, 0
[ (Beispiele!) Wiawe (W), Wüawö (OÖ), Wirrbl (T) etc. ]

(akustischer) Lärm


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Erstellt von: Brezi
Erstellt am: 03.08.2008
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 0

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Kommentare (2)


Wie meine Recherchen hier auf ostarrichi ergeben haben,
ist diese spezielle Bedeutung österreichtypisch, während die Bedeutung "Lärm" im Sinne von Aufruhr auch anderswo besteht: Viel Wirbel um nichts = Viel Lärm um nichts - gemeindeutsch.

Beispiele: "Moch kan so an Wiawe" - "Mach keinen solchen Lärm

"Ma, is des heit wieda-r a Wiawe" - "Das ist vielleicht wieder ein Lärm heute!"
"Die Maschin nimm i net. Die mocht ma zvü Wiabl" ("Diese Maschine kaufe ich nicht. Die ist mir zu laut").
Brezi 03.08.2008


Andere gemeindeutsche Bedeutungen (Hochsprache)

Teil der Wirbelsäule Die an sich biegsame Wirbelsäule besteht aus einzelnen, starren Wirbeln, die nicht ganz fest miteinander verbunden sind und so ein leichtes Biegen des Ganzen ermöglichen. Wirbeltiere (Vertebratae): ein Stamm in der Zoologie, der alle Klassen von Tieren mit Wirbelsäule (Rückgrat) umfasst. Das sind: Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien (Lurche), Fische, Neunaugen. Alle Warmblüter sind Wirbeltiere.

Drehknopf an manchen Saiteninstrumenten (z. B. Gitarre, Mandoline, Sitar, Banjo, Bassgitarre, alle Streichinstrumente, ...) zum Stimmen je einer Saite .

Stelle mit nicht laminarer, "unregelmäßiger" Strömung (in Flüssigkeiten und Gasen), im täglichen Sprachgebrauch vor allem Wasserstrudel. Dazu auch das Zeitwort: verwirbeln. In einer laminaren Strömung beschreiben aufeinanderfolgende Teilchen dieselbe, genau definierte und vorhersagbare Bahn. Umgekehrt ist jeder Stelle des strömenden Mediums eine kostante Fließgeschwindigkeit zugeordnet. In einem Wirbel (im physikalischen Sinn) verläuft die Bewegung hingegen chaotisch und Teilchenbahnen sind nicht mehr exakt vorhersagbar (vgl. auch 'Wirbelstrom'). Nettes, einfaches Experiment: Beobachte in einem windstillen Raum den Rauch, der von einer ruhig gehaltenen Zigarette aufsteigt. Zuerst steigt er gerade, aber ab einer gewissen Höhe beginnt er sich zu verwirbeln, weil die aufsteigenden warmen Gase "sich selbst stören". Die nächste Stufe der Unordnung ist dann die Rauchwolke, bis schließlich in einem gleichmäßig verqualmten Zimmer die maximale Unordnung (statistische Verteilung der Rauchpartikel) erreicht ist. Was also so homogen aussieht, ist in Wirklichkeit das maximale Chaos, denn man kann überhaupt nicht mehr sagen, wo sich ein bestimmtes Teilchen gerade "aufhält". Wichtig! Man kann das Experiment beenden, ohne die angezündete Zigarette nachher zu rauchen. Das ist gesünder!


Diese Aufzählung ist nicht vollständig und sicher auch akademisch nicht "wasserdicht". Dafür habe ich sie selbst geschrieben und weder zusammengegoogelt, noch irgendwoher kopiert.
Brezi 03.08.2008





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