Noch vor der WIG-74: [ von JoDo am 2008-03-21 07:12:13 ]
Kaum ein Areal in Wien steht in so direkter Verbindung mit dem Film wie der Laaerberg in Favoriten. Hier wurden in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts die österreichischen Super-Produktionen der Stummfilmzeit realisiert, hier wurde zum ersten Mal ein ganzes Terrain, das Gelände der
Wienerberger Ziegelteiche, systematisch als Location für großes Kino adaptiert.
Sodom und Gomorrha (auch mit dem Untertitel Die Legende von Sünde und Strafe versehen; im englischen: Queen of Sin and the Spectacle of Sodom and Gomorrha) ist ein österreichischer Monumentalstummfilm aus dem Jahr 1922. Regie: Michael Kertész (Curtiz). Gedreht wurde am Wiener
Laaer Berg, da die gigantischen Kulissen, die eigens für den Film entworfen und erbaut wurden, zu groß für die Filmstudios der produzierenden Sascha-Film in Sievering gewesen wären.
Der Laaerberg eignete sich deshalb sehr gut für die Dreharbeiten, da er zu dieser Zeit eine brachliegende Landschaft war, mitsamt einigen Ziegelteichen, die die ehemaligen Lehmgruben füllten. Schon alleine für das Aufbauen und Herstellen der Kulissen wurden einige Tausend Arbeiter benötigt.
Der Film zeichnet sich weniger durch seine oft undurchsichtigen Handlungsstränge aus, als dadurch, dass er die größte und teuerste Filmproduktion der österreichischen Filmgeschichte darstellt. Je nach Angaben waren bei der Herstellung des Films zwischen 3000 und 14000 Darsteller, Komparsen und Mitarbeiter beschäftigt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sodom_und_Gomorrha_%281922%29
http://www.lehrerweb.at/materials/teaching_materials/MS/faecheruebergreifend/wiener_wasser/kunst/film/htm/filmteich.htm
Der ´Filmteich´ ist noch immer im Kurpark Oberlaa zu besichtigen.