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| Österreichisch : | Schubbock | | Aussprache : | Schubock | | Deutsch : | Schubkarre | | | | Eingereicht von : | zott ( Region : Waidhofen an der Thaya) | | Eingereicht am : | 2008-01-19 08:28:39 | | Verwendung : | ugs | | | | | Kategorien : | Arbeitswelt |
| Österreichisches Verzeichnis |
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[ von zott am 2008-01-19 08:37:27 ] Auf den konnte man weit mehr Gras oder Heu aufladen als auf eine Scheibtruhe. Die Fuhre wurde dann mit einem Strick niedergebunden. Als Böhmen noch bei Östreich war - [ von Koschutnig am 2012-02-04 16:06:25 ] und noch ein paar Jahrzehnte danach -, wurde das Gebiet des Böhmerwaldes durch die Bezeichnungen 'der Schubbock' und 'der Tragatsch' in zwei Teile geteilt. Maria Prexl: "Wortgeographie des mittleren Böhmerwaldes", (1939), S. 35 -
http://tinyurl.com/7l9kj5r Der Tragatsch [s. Eintrag!] scheint jedoch in weiten Gebieten den älteren 'Schubbock' ver- bzw.zurückgedrängt zu haben. Daneben gab's allerdings gelegentlich auch noch den 'Rädleinbock'. (ZS für Dialektologie und Linguistik 26-27 (1958), S. 134) -
http://tinyurl.com/6napo4g
Zuhaus ist der Schub-Bock auch in deutschen Gegenden: [ von Koschutnig am 2012-02-04 20:31:22 ] s. "Nachkriegszeit" im Siegerland der Kriegsverlierer (Nordrhein-Westfalen): Übrigens wurde das Gras fürs Heu schon bei Tagesdämmerung vor
Arbeitsbeginn mit der Sense abgemäht. Gewendet usw. wurde das Heu natürlich mit der Hand. Hatte man nicht genug Stroh, holte man mit dem Leiterwagen bzw. mit dem Schubbock trockenes Farnkraut aus dem Walde und streute es in den Ziegenstall. http://h-bensberg.de/html/nachkriegszeit.html Auch das Rheinische Wörterbuch enthält den Schubbock m.: "einräderige Schiebkarre, zum Grasholen." (Bd. 7, Sp. 1840) - http://tinyurl.com/79ynb9g
Und weit gebracht hat's das Wort vom Gras, Heu, Farnkraut und Klee bis in ein Institut für Raumfahrtantriebe, das mit Ariane befasst ist:
In der Testzelle ist zur Aufnahme der Schubkraft des Triebwerks ein steif ausgeführter Schubbock installiert. Unter der Mitte des Schubbocks befindet sich ein nach oben offener Kegel. Über ihn wird der Schub des Triebwerks übertragenhttp://tinyurl.com/7co3u3t
@ Compy: Sachsen - [ von Koschutnig am 2012-02-05 19:17:52 ] nicht einmal mehr ein Double B ? ( Was ist da Österreichs Triple A-Verlust dagegen!)
Der Ausdruck "Schie be bock" ist Bestandteil der Oeconomischen Encyclopädie (1773 - 1858) von J. G. Krünitz, „Schiebebock, s. unter Schiebkarren.“
Schiebkarren , Schubkarren: ein mit einem kleinen Rade versehenes Gerüst, welches aus zwei langen Hölzern, mit Quersprossen versehen, besteht, und gegen das vordere Ende zu etwas geschweifte Sprossen hat, unter welchen das kleine Rad mit den Zapfen seiner Welle in den Büchsen der Enden der langen Seitenhölzer läuft […..] . Verschieden von diesem Karren, ist der Schubkarren, die Radeberge, der Kastenkarren. Hat dieses Werkzeug statt des Kastens ein Gestell, so heißt es ein Schiebebock" http://tinyurl.com/86mm396) Heimwerkerlexikon DIY5U.de: " Das Stichwort Schiebebock ist eine alternative Bezeichnung für den Begriff Schubkarre und wird unter diesem ausführlich erklärt." In Sachsen aber, so wie du's sagst/schreibst: Um/in Bischofswerda am westlichen Rand der sächsischen Oberlausitz
" ist auch der inoffizielle Name Schiebock für die Stadt gebräuchlich. In der Volksetymologie wird dies auf den Begriff Schiebbock, einer speziellen Art Schubkarren, mit der früher Waren auf den städtischen Markt transportiert wurden, zurückgeführt." (WP) http://tinyurl.com/3wcm3d
Ja, koschutnig, [ von Compy am 2012-02-06 20:30:46 ] tatsächlich ohne "Double B". In früherer Schreibweise war Schiebbock üblich. Doch "Der große Gogelmosch - Das Wörterbuch der Sachsen" (1. Auflage Oktober 2010) gibt den Schiebock mit einem "B" wieder - und so wird er auch gesprochen. Übrigens ist der hier auch als Name für Bischofswerda angegeben. Siehe hierzu http://www.bischofswerda.de/stadt/inhalt.htm "Alljährlich zieht das Stadtfest - die „Schiebocker Tage” - tausende Besucher in die Mauern der Stadt. Bischofswerda wird umgangssprachlich als „ Schiebock” bezeichnet. Dieser Name bezieht sich vermutlich auf die in den Zeiten von Messe und Handel auf dem Bischofswerdaer Altmarkt abgestellten zahlreichen Schieböcke - schubkarrenähnliche Gefährte. Handelsreisende machten in der verkehrsgünstig gelegenen Stadt halt, boten ihre Waren auf dem Markt feil, Schieböcke beherrschten das Stadtbild." @ Compy: Bischofswerda hab ich selber angeführt, [ von Koschutnig am 2012-02-06 20:44:37 ] (Letzter Absatz: "In Sachsen aber, so wie du's sagst/schreibst:..."). Ich
hatte es in der Wikipedia gefunden. Dort wird's aber auch nicht-volksetymologisch interpretiert (Lausitz!!). |
| Beurteilungen |
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2012-02-04 19:35:08(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=20% 2012-02-05 10:27:27(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=20% "Entfernt bekannt": nie gehört, nur gelesen; hier völlig unbekannt
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