Ich finde diese Einrichtung aus einem besonderen Grund erwähnenswert, [ von Brezi am 2007-10-13 13:30:15 ]
denn in ihren Anfangstagen wurden Name und Adresse aller, die einen Sachpreis gewonnen hatten, von der Fernsehsprecherin vorgelesen. Auch wurde in einem kurzen Kameraschwenk eine Art Gabentisch gezeigt, auf dem die Sachpreise zu sehen waren. Ob dafür heute auch noch Zeit ist? Ich würde vermuten, nein, wo doch sogar jeder Filmabspann, in dem die Rollen und deren Darsteller zu lesen wären, abgewürgt wird, damit kostbare Werbezeit gewonnen wird. So werden wahrscheinlich (wenn überhaupt) die Namen der Glücklichen nur noch als hyperschneller Gleittext an überforderten Kinderaugen vorbeihuschen. So ändern sich die Zeiten. Als ich ein Kind war, habe ich mir "Reklamen", wie man damals die Werbespots nannte, wie kaum etwas anderes gewünscht. Zum einen vermutlich, weil sie humorvoller, und weniger mit Pathos überladen waren, zum anderen, weil das Fernsehen damals noch aus unvorstellbar vielen "kurzen Pausen" (so die etwas euphemische Bezeichnung seitens der Programmmacher) bestand, manchmal nur mit eingeblendetem Standbild, dann wieder mit bewegten Tieraufnahmen. Heute betet in Europa bereits jeder: "Lieber Gott, lass die Werbepause so lang sein, dass sich nach meinem Harndrang auch noch der Gang um die nächste Dose Bier ausgeht, aber bitte, lass sie nicht VIEL länger sein, amen".