Wịchtigmacher

der,

Wichtigtuer


Wortart: Substantiv
Erstellt von: Pernhard
Erstellt am: 14.03.2020
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Kommentare (3)


Während das Verb allgemein gebräuchlich ist, gilt nicht nur nach DUDEN:
Wichtigmacher, der
Gebrauch: österreichisch
Bedeutung: Wichtigtuer
source: Duden

Oder aus einem E-Wörterbuch (Collins)
Wich•tig•ma•cher (Aus) m(f) : (pej.) pompous ass or idiot
Und, wie nennen sie dich? Wichtigmacher? - Now, what do they call you, busybody?

In Deutschland kennen den Wichtigmacher laut DWDS die Berliner Zeitungen gar nicht,
sehr selten taucht er in der Hamburger ZEIT auf.
Erstaunlich: 8 der ingesamt 10 angeführten literarischen Verwendungen stammen von Kurt Tucholsky, eine ist von Lion Feuchtwanger, eine von Karl Kraus:
Bekannter Wichtigmacher, gibt sich jetzt aus für intim mit Reitzes.
source: Die FACKEL (1916)

Pernhard 14.03.2020


"pejorative" = ‚abwertend, abschätzig’; beim Googeln stößt man dabei rasch auf Politiker:
Noch wird der Präsident (Sarkozy) , dem der Ruf anhaftet, „hyperaktiv“ zu sein, zum Teil als „Wichtigmacher“ dargestellt.
source: Die Presse (9.7.07)

Europawahl zwischen einem Lügner und einem Wichtigmacher
Die Spitzenkandidaten der Europawahl sind nicht eben rasend überzeugend: Jean-Claude Juncker und Martin Schulz. Der erste hat’s nicht so mit der Wahrheit, der zweite ist ein Wichtigtuer.
source: ORTNER ONLINE, Zentralorgan des Neoliberalismus

Pernhard 14.03.2020


Auch der jetzige ev. Bischof hatte mit unangenehmen Wichtigmachern zu tun:
Wichtigmacher hat es immer schon gegeben. Auch falsche Gerüchte wurden wohl immer schon verbreitet.(...) Um den Gerüchten ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit zu geben, leitet man sie dann mit dem Satz, "hat mir mein Nachbar erzählt", oder "hab ich selbst erlebt" ein.
source: ORF Zwischenruf

Dekubitus 04.04.2020





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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