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jedermänniglich



für die Allgemeinheit Zutritt erlaubt


Erstellt von: Büeble
Erstellt am: 04.10.2018
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der Eintritt in den Prater „jedermänniglich“ gestattet werde, worauf eine „ungemaine Menge Volcks“ zu Fuß und in Equipagen das Augebiet eroberte, zumal auch der Bau kleiner Hütten zum Ausschank von Limonaden, Kaffe, Wein oder Bier sowie die Errichtung von Kegelbahnen erlaubt wurde.

Verfasserin
Mag. Getraud KOSZTECZKY
Büeble 04.10.2018


1766
Fürst Johann Josef Khevenhüller-Metsch notierte am 6. April 1766 in sein Tagebuch, dass „per patentes“ der Eintritt in den Prater „jedermänniglich“ gestattet werde.
source: Gertraud Kosztecky, Die Geschichte der Wiener Grünflächen im Zusammenhang mit dem sozialen Wandel ihrer BenützerInnen (Diss. Wien 2007)
In jener Zeit fand das Wort als künstliches Adjektiv zu "jedermann" in allen deutschen Kanzleien quer durch das Reichsgebiet seine Liebhaber:
1754
Von Gottes Gnaden, Carl Wilhelm Friderich, Marggraff zu Brandenburg, Herzog in Preussen, zu Schlesien, Magdeburg, Stettin, Pommern .... Thun hiermit jedermänniglich zu wissen: Gleichwie Wir jederzeit das Wohl Unsers Landes und besonders die Aufnahm Unserer Städte zum Augenmerck haben ...
source: Carl Wilhelm Friderich, Marggraff zu Brandenburg, Herzog in Preußen (1754)
1752
solches muß in Unserem Herzogthum und Landen aus dem Creyß-Patent vom 26. Junii a.c. allschon jedermänniglich bekannt seyn
source: Karl Eugen Herzog von Württemberg und Teck 1752
1793
Wir Carl Theodor, von Gottes Gnaden Pfalzgraf bey Rhein, Herzog in Ober- und Niederbaiern, des Heil. R.R. Erztruchseß und Churfürst, zu Gülich, Cleve und Berg Herzog, Landgraf zu Leuchtenberg, Fürst zu Mörs, Marquis zu Bergen-Opzoom, Graf zu Veldenz, Sponheim, der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein Entbiethen jedermänniglich Unseren Gruß, und Gnade zuvor
source: Pfalzgraf Carl Theodor, 1793

Koschutnig 04.10.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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