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Türkenfeder

die, -, -n

Hüllblatt des Maiskolbens


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Umgangssprache
Tags: Kärnten
Kategorie: Arbeitswelt Natur
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 26.07.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
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Kommentare (2)


Beim Fiedern wird der Großteil der Federn von den Kolben entfernt.
source: Therese Meyer, „Dienstboten in Oberkärnten“. Klagenfurt 1993
Jahrelang habe ich als Kind neben meinem Bruder im Stall zwischen den Kälbern und Schafen geschlafen, auf einem Leinensack, der mit Türkenfedern ausgestopft war.
source: Josef Winkler, Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe (2018)
eine Kiste diente als Nachtkästchen; der Polster war mit Türkenfedern gefüllt, eine Rosshaardecke hatte ich zum Zudecken
source: Ludmilla Misotič, Die Grenzgängerin. Ein Leben zwischen Österreich und Slowenien (1992)
Diese erste Millstätter Fremdenpension besaß im ersten Stock 10 Zimmer und einen sogenannten Saal, wo im nächsten Sommer die ersten Gäste speisten. Zum Schlafen gab es allerdings in der ersten Zeit nur mit Türkenfedern oder Stroh gefüllte Bettsäcke. Trotzdem meldeten sich sehr bald Gäste aus Klagenfurt, Graz und Wien, denn der Preis war sehr niedrig gehalten
source: Marktgemeinde Millstatt
Für den Dokumentarfilm , der 2015 fertig sein soll, werden noch ... Komparsen, die Szenen aus dem Leben dieser Zeit nachspielen, gesucht. Gezeigt werden soll etwa, wie Matratzen aus "Türkenfedern", also aus den Blättern von Maiskolben, hergestellt worden sind oder wie am Steilhang gemäht worden ist
source: Kleine Zeitung 24.10.13

Koschutnig 26.07.2018


Nicht immer "Türkenfedern" nennt man die Hüllblätter des Mais:
Steiermark:
Früher war das „Woazschäln" eine langwierige, wenn auch fröhliche Arbeit. Hiebei mussten die „Federn", die Deckblätter des Maiskolbens, entfernt werden
source: Isabella Swetina, Herbst; Chello.at
Burgenland:
Kostenloses Rohmaterial waren nicht nur Weiden- und Haselnussruten, sondern auch Maisfedern und Binsen, Schilfrohr, Stroh und Lianen.
source: Burgenland-Roma
Südtirol:
Wie üblich verschwand bald alles in den Kukuruzfedern; Ich suchte meine Heugrube auf.
source: Der Schlern 11/1930

Koschutnig 27.07.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: ÖDV NLP ÖDV NLP Technikwerker